Pinkafeld: Volksbefragung wegen Flugplatz abgelehnt. Die Ankündigung von NEOS-Gemeinderat Eduard Posch, eine Volksbefragung bezüglich einer Kündigung der Pachtverträge der Stadtgemeinde Pinkafeld mit dem Sportfliegerclub Pinkafeld durchführen zu wollen, ließ schon im Vorfeld der Gemeinderatssitzung, vor allem in den sozialen Medien die Wogen hoch gehen...

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 28. März 2019 (09:56)
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Pinkafeld: Volksbefragung wegen Flugplatz abgelehnt
Sportfliegerclub Pinkafeld

Viele Bürgerinnen und Bürger sprachen sich schon dort für einen Verbleib des Vereins aus, der seit 1960 in Pinkafeld ansässig ist. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch begründete Posch seinen Antrag mit den veränderten Gegebenheiten in der Stadt. „1960 war Pinkafeld noch nicht so dicht besiedelt, die Flächenwidmung in der Stadt eine andere“, erklärte Posch.

Auch die Flugbewegungen hätten mit den Jahren merklich zugenommen. „Viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt fühlen sich durch den Fluglärm der Hobby-Flieger vor allem an den Wochenenden in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Zudem gibt es berechtigte Sorgen bezüglich der Sicherheit wegen Flugzeugabsturz oder Gefährdung durch Probleme mit dem Schleppseil“, so der NEOS-Gemeinderat.

Friedrich: „Hatte noch nie Angst, dass ein Flugzeug abstürzt“

FPÖ-Gemeinderat Thomas Supper sieht hier werde eine Gefährdung der Sicherheit, noch eine übermäßige Lärmbelästigung. Grün-Gemeinderat Michael Friedrich kann den Argumenten von Posch auch nichts abgewinnen. „Ich hatte noch nie Angst, dass ein Flugzeug abstürzt und habe mich auch durch den Fluglärm noch nie belästigt gefühlt. Natürlich kann immer und überall etwas passieren, aber ehrlich gesagt habe ich mehr Angst davor, die Wienerstraße zu überqueren als vor einem Flugzeugabsturz“, sagt Friedrich.

Der ÖVP sei die Sachlage, was die Pachtverträge nicht klar genug, um darüber abzustimmen. SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger sagte dazu: „Gäbe es eine überproportionale Gefährdung, hätte der Verein keine Betriebsgenehmigung bekommen. Ich wohne selbst in einem der Siedlungsgebiete, die überflogen werden und konnte noch keinen erhöhten Fluglärm feststellen.“  

In der Abstimmung wurde der Antrag auf eine Volksbefragung abgelehnt, in Pinkafeld kann also weiter geflogen werden.