Ein Kaufhaus für Hannersdorf

In Hannersdorf soll es wieder ein Kaufhaus geben. Die Gemeinde hat gemeinsam mit „Hannersberg“-Chef Ronald Gollatz ein Projekt ausgearbeitet.

Erstellt am 04. Juni 2020 | 03:52
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7870261_owz23cari_bow_hannersdorf_gollatz_nahve.jpg
Gute Zusammenarbeit am Weg zum neuen Nahversorger. Vizebürgermeister Roman Hörist, Bürgermeister Gerhard Klepits und Wolfgang Muhr mit Anna Malinovic und Ronald Gollatz.
Foto: Privat

Ein großer Wunsch von Bürgermeister Gerhard Klepits wird nun verwirklicht: ein Nahversorger wird wieder im Ort ansässig. Seit längerer Zeit bemüht er sich mit dem Gemeindevorstand, dieses Projekt umzusetzen und hat deshalb Anfang des Jahres „Hannersberg“-Betreiber Ronald Gollatz mit ins Boot geholt.

Immer auf der Suche nach Herausforderung

Da Gollatz und sein Team immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, traf er mit seiner Idee auf offene Ohren. „So stark wir in unserer Nische sind, in unserem Fall Hochzeiten — es bleibt eine Nische. Zu sehr sind wir saisonal eingeschränkt: Freitage und Samstage, manchmal auch Sonntag von April bis Oktober, also ein halbes Jahr. Mit der erfolgreichen Hinzunahme des Kulturzentrums Güssing, vor allem aber durch ständiges Verbessern und Dazulernen sind wichtige Schritte gelungen. Gleichzeitig konnten wir das Haus ständig verschönern, zuletzt wurde der Wintergarten erneuert“, so Gollatz. Genau in der Phase der höchsten Corona-Turbulenzen habe ihn und das Team die Begeisterung und die Leidenschaft gepackt, die Nahversorger-Idee zu konkretisieren. Gespräche wurden geführt und schnell kamen Zusagen von Nah & Frisch, von den österreichischen Lotterien und der österreichischen Post AG. „Das heißt: Im Idealfall bekommt Hannersdorf Ende des Jahres einen Nahversorger mit Poststelle, Lotto/Toto-Annahmestelle, Trafik und kleiner Gastronomie. Als Lokal haben wir einen Teil des Gemeindehauses ins Auge gefasst“, so der Unternehmer.

Anzeige

Untergebracht wird der Nahversorger in den Räumen der alten Post. Im Gemeinderat sprachen sich alle Fraktionen einstimmig für die Förderung dieses Projekts aus. Im Moment werden die Kosten für die Sanierung geprüft. Gollatz freut sich auf die neue Herausforderung: „Für das Kaufhaus haben wir viele Ideen: Wir werden die Ortsteile stark einbeziehen, möchten ein Einkaufs-Shuttle und eine Hauszustellung ist ebenso vorgesehen. Und natürlich eine gemütliche Kaffee- oder Spritzer-Ecke. Lieferanten aus der Region waren uns immer ein Anliegen, das wird auch so bleiben. Schickt uns Ideen: Kaufhaus@Hannersberg.at.“

Sozialer Treffpunkt für Jung und Alt

Die Dorfgemeinschaft liegt ihm dabei besonders am Herzen: „Wenn wir das Kaufhaus bekommen, ist das auch ein neuer Platz im Dorf, wo wir uns treffen und plaudern können. Das ist es doch, was vielen so fehlt, seit das Kaufhaus von Miezerl und Günther geschlossen hat.“ Bürgermeister Gerhard Klepits ist begeistert, „dass wir den Nahversorger wieder installieren können. Er ist auch wichtig als sozialer Treffpunkt für Jung und Alt, damit das Dorfleben wieder aufblühen kann. Ein Mehrwert für die Gemeinde.“