Schafdame "Elsa" zieht bei Sabine Gollnhuber ein

Sabine Gollnhuber suchte nach einem Ersatz für die verstorbene „Madam Curie“. Männchen „Einstein“ musste nicht lange trauern, es gibt einen Ersatz für ihn.

Erstellt am 12. April 2020 | 05:13
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Sabine Gollnhuber
Alle hören auf Sabine. Die Liebe zu den Tieren und zur Gesellschaft lebt Sabine Gollnhuber seit Jahrzehnten. Neben Jelly (l.), King Lui (2.v.l.) und Gasthündin Maya (r.) lebt nun auch das Schaf Elsa (3.v.r.) bei ihr.
Foto: Daniel Fenz

Tiere und Weihnachten gehören zum Leben von Sabine Gollnhuber. Ihr „Weihnachtshaus“ ist ebenso eine Lebensaufgabe für sie geworden wie Hunde und Schafe zu ihrem Haushalt gehören. Vor sechs Jahren hatte sie das Ziegenpaar „Einstein“ und „Madam Curie“ aufgenommen. Das weibliche Schaf litt an Leberkrebs und verstarb vor einigen Wochen. „Einstein“ trauerte um sie, freut sich seit einigen Tagen aber nun, dass er wieder eine Gefährtin hat.

Schaf „Elsa“ fühlt sich wohl bei der Familie

„Ich habe erfahren, dass im Gasthaus „Tenne“ von Willi Neubauer ein Schaf Zwillinge bekommen hat, aber eines nicht annahm. Mein Mann Gerald und ich haben uns sofort entschlossen, uns als Aufzuchtstation anzubieten“, so Sabine Gollnuber. Sie hat damit Erfahrung, da schon einige Rehe, Schafe oder Vögel aufgenommen wurden. „Einstein“ wurde vor sechs Jahren ebenfalls vom Gasthaus Tenne aufgenommen, nachdem damals ein Mutterschaf ebenfalls eines ihrer beiden Neugeborenen verstoßen hatte. „Wir sind froh, dass es so kam und Einstein akzeptiert sie voll“, so die Bad Tatzmannsdorferin. Nachdem das Schaf von Tierarzt Christoph Haller untersucht wurde, darf es nun im Hause Gollnhuber wohnen und genießt das familiäre Flair sowie einen großen Garten.

Die erste Milch bekam sie von Familie Fröhlich aus Spitzzicken, „das Schaf begann sofort zu trinken und hat uns angenommen.“ Ihr Lieblingsplatz ist aktuell das Wohnzimmer, wo es auch die Nacht verbringt. Aber nicht alleine, denn alle zwei Stunden muss ihr Sabine Gollnuber die Milchflasche geben, da sie sehr hungrig ist. Die Corona-Krise kommt dem Ehepaar gerade recht, denn in den letzten Jahren benötigte einige Monate, bis die gesamte Beleuchtung beim gut besuchten und in der Region beliebten „Weihnachtshaus“ sortiert und weggeräumt war. Heuer dürfte es schneller gehen und die Kabel und Beleuchtung bis Ende April erledigt sein. Zu den Kabeln erzählt Sabine Gollnhuber schmunzelnd: „Gut, dass das Schaf noch keine Zähne hat, so kann es nur an der Beleuchtung nuckeln“, was sie derzeit sehr gerne macht.

Lustig geht es aber nicht nur im Hause zu, sondern auch, wenn täglich der Spaziergang am Programm steht. Dann ist Sabine Gollnhuber mit Schaf „Elsa“ sowie mit ihren zwei Hunden, „King Lui“ und „Jelly“ unterwegs. Außerdem sind auch noch Hündin „Maya“ sowie ihre Hauskatze „Smoky“ mit dabei.

Die Bad Tatzmannsdorferin schmiedet bereits die nächsten Pläne: „Vielleicht bekommen wir auch wieder einmal ein Rehkitz zum Aufziehen.“ Fad dürfte Sabine Gollnhuber also auch in der Zukunft nicht werden.