Spital Oberwart: Interne Abteilung wird umstrukturiert

Im Krankenhaus wird die Abteilung für Innere Medizin umstrukturiert. Dadurch soll eine bessere internistische Schwerpunktsetzung und Ausbildung erreicht werden.

Erstellt am 11. Juni 2020 | 05:55
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Foto: BVZ

Das Krankenhaus stellt sich im Fachgebiet Innere Medizin organisatorisch jetzt bereits für die Zeit nach dem Umzug in den Neubau bis 2024 neu auf. Dies ist notwendig, um etwa eine Herzkatheter-Station für das Südburgenland einzurichten. Damit soll Oberwart als Schwerpunktspital der Südostregion sowohl die Versorgung der Allgemeinen Inneren Medizin garantieren, wie auch die Spezialisierung und die Ausbildung in den sich rasant entwickelnden „Internistischen Sonderfächern“ forcieren, wie beispielsweise in der Kardiologie, der Onkologie oder der Nephrologie. Dazu wird die derzeitige Abteilung für Innere Medizin in zwei Abteilungen geteilt.

Künftig werden in der Abteilung für Innere Medizin I Allgemeinen Innere Medizin, Kardiologie (Herzgesundheit) und Nephrologie (Nierengesundheit) verantwortet.

Es stehen eine Bettenstation mit 31 Betten und eine Herzüberwachung mit sechs Überwachungsbetten für die stationäre Versorgung zur Verfügung. Die Abteilung betreibt eine Hämodialysestation (Blutreinigungsverfahren) mit zwölf Betten. Für den Neubau des Krankenhauses plant die KRAGES ein Herzkatheter-Labor (minimalinvasive Herzuntersuchungen) zu errichten, das zur Abteilung I gehören wird. Zur Abteilung für Innere Medizin II werden neben der Allgemeinen Inneren Medizin noch Gastroenterologie (Magen-Darm-Gesundheit), Onkologie (Krebsbehandlung, 13 Betten) und Palliativmedizin (8 Betten) zugeteilt. Eine ambulante Behandlungseinheit und eine Tagesklinik sind an die Abteilung II angegliedert. Die jeweiligen Ambulanzen sind an die Abteilungen angeschlossen.

Die beiden Primariate als Leitung der zwei neuen Abteilungen (Interne I und II) sind seit 5. Juni öffentlich ausgeschrieben. Die Ausschreibung läuft bis 23. Juli. Die Teilung und Spezialisierung der Abteilungen soll des Weiteren auch attraktive Rahmenbedingungen für Jungmedizinerinnen und Jungmediziner im Rahmen ihrer Ausbildung schaffen.

Bereits im Februar 2020 wurde die ZAE (Zentrale Aufnahme und Erstversorgung) organisatorisch gestärkt und zu einer selbstständigen Einrichtung gemacht. Seither fungiert sie als ZNA (Zentrale Notaufnahme) und hat eine eigene Leitung.

Die KRAGES errichtet in Oberwart bis 2023 ein neues Spital. Investiert werden bis zu 235 Millionen Euro in das Schwerpunktspital mit rund 320 Betten. In den Patientenbetrieb soll das neue Krankenhaus bis 2024 gehen. Am 19. Mai 2020 erfolgte der Spatenstich. Das geplante Herzkatheterlabor ist eine der wesentlichen medizinischen Innovationen des neuen Hauses.