Kreuzung in Litzelsdorf entschärfen. Die Kreuzung der B57 mit den Wald- beziehungsweise Siedlungshäusern in Litzelsdorf ist für Linksabbieger und Fußgänger ein kritischer Bereich.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 30. August 2019 (05:28)
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Bürgermeister Peter Fassl bei der Einfahrt zu den Siedlungshäusern. Gegenüber befindet sich die Einfahrt zu den Waldhäusern. Linksabbieger oder querende Fußgänger sind gefährdet.
Leeb

Nach dem schweren Unfall auf der B57 bei der Kreuzung Waldhäuser und Siedlungsweg (die BVZ berichtete) möchte die Gemeinde Litzelsdorf bei der nächsten Verkehrsbegehung mit der Bezirkshauptmannschaft Oberwart eine Verbesserung der Verkehrssituation besprechen.

Kinder müssen dort die Straße überqueren

„Es ist dort zwar keine Unfallhäufung zu erkennen, aber es passiert immer wieder etwas“, erklärt Bürgermeister Peter Fassl. Man habe schon öfter mit den zuständigen Stellen über ein eventuelles Überholverbot oder eine Geschwindigkeitsbeschränkung in diesem Bereich gesprochen. Die erlaubten 100 km/h seien hier, laut der Sachverständigen, aufgrund der vorhandenen Sichtweiten in Ordnung, sagt der Ortschef.

Problematisch ist hier aber, dass sich auf beiden Seiten der Straße Bushaltestellen befinden und hier Kinder, die bei den Wald- oder Siedlungshäusern wohnen, auf ihrem Weg zur Schule zumindest ein Mal die stark befahrene Straße überqueren müssen. „Pro Tag sind rund 6.000 Fahrzeuge auf dieser Strecke unterwegs“, so Fassl. Man wolle im Rahmen der Erstellung eines Verkehrskonzepts für die Gemeinde versuchen, eine Lösung (eventuell ein Überholverbot) für diesen neuralgischen Punkt zu finden.

Eine Entschärfung dieses Kreuzungsbereichs fordert auch Autor und Regisseur Peter Wagner, Bewohner von einem der Waldhäuser. „Es geht nicht an, dass dort Normal- und Schwerverkehr mit Tempo 100 und oft mehr durchzieht, während Fußgänger, die von der jeweils anderen Seite zu einem Bushäuschen wollen, die Straße ungeschützt queren müssen.

Immerhin sind in der Schulzeit auch Kinder und Jugendliche unter diesen Fußgängern“, sagt Wagner. Angebracht wäre seiner Meinung nach eine Temporeduzierung auf 70 km/h mit Überholverbot, einer Abbiegespur in beide Seitenstraßen und einem markierten Fußgängerübergang, einem Zebrastreifen.