Erstes Buch geschrieben: Lehrerin als Autorin. Mit ihrem Krimi „Todesfalle im Gepäck“ erfüllte sich die Seebensteinerin Christiane Göbel einen Traum.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 30. Mai 2021 (05:06)
Zwischen 1982 und 2019 hat Christiane Göbel am BG/BRG/BORG Oberschützen im Burgenland unterrichtet, nun hat die 63-jährige Seebensteinerin ihr Buch „Todesfalle im Gepäck“ herausgebracht.
Philipp Grabner

Eigentlich hätte sich Christiane Göbel gerne drei Monate lang allein ans Meer gesetzt und geschrieben. „Doch wegen Corona ging das nicht“, muss die 63-Jährige schmunzeln. Trotzdem hat die sie einen lang gehegten Traum wahr werden lassen: Während der Corona-Zeit hat sie ihren ersten Kriminalroman verfasst, der seit wenigen Tagen erhältlich ist.

Dass das Reisen eine ihrer großen Leidenschaften ist, spiegelt sich auch in „Todesfalle im Gepäck“ wider: Die Handlung des Buches beginnt im englischen Canterbury, führt den Leser aber auch nach Spanien und schließlich nach Österreich.

„Ich habe Orte gewählt, die ich kenne – während Handlung und Personen frei erfunden sind, sind die Orte real“, erklärt Göbel. Zur Sprache hat die Debütautorin eine besondere Beziehung: 37 Jahre lang unterrichtete die gebürtige Wienerin am BG/BRG/BORG Oberschützen (Bezirk Oberwart) Englisch und Geografie, ehe sie sich im ersten Pensionsjahr ihrem ersten Buch widmete.

„Man muss das durchziehen, sehr viel recherchieren und braucht viel Zeit“, erzählt die langjährige Pädagogin. Dabei stammt nicht nur die Geschichte aus ihrer Feder – auch das „Rundherum“ bis hin zur Covergestaltung hat Göbel selbst übernommen. „Da steckt viel dahinter“, meint sie. Für ihre Recherchen nahm sie nicht nur mit der Polizei, sondern auch mit einer Apothekerin Kontakt auf.

„Damit habe ich auch ein wenig meine Komfortzone verlassen“, so Göbel.

Inhaltlich hat das 242 Seiten umfassende Werk übrigens einen Corona-Bezug – wie wichtig das Lesen sei, habe sich in der Pandemie auch gut gezeigt, meint Göbel und zitiert einen bekannten Spruch: „Bücher lassen uns reisen, wenn wir verharren müssen.“ Sie selbst habe den Lockdown jedenfalls zu einer „Kopfreise“ genützt und den Roman geschrieben, so Göbel: „Ich bin also trotzdem unterwegs gewesen!“

Ob es denn ein zweites Buch geben wird? Göbel muss schmunzeln: „Ich warte mal ab, wie das jetzige Buch ankommt, dann schauen wir weiter.“ Nachsatz: „Vielleicht im Winter, denn ruhig sitzen kann ich ja nicht.“

Erhältlich ist das Werk (Verlag „myMorawa“) direkt über die Autorin oder über Bestellung in den Buchhandlungen.