Anti-Hass-Lied: „A leiwandes Land“. Der Oberwarter Kabarettist und Liedermacher Harald Pomper singt mit prominenter Unterstützung gegen Gewalt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 12. Januar 2019 (04:47)
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Harald Pomper, Manuel Schnabl, Reinhard Nowak, Brigitte Holzinger, Cornelius Obonya und Alexander Mitterer.

Die Ausgangslage schien fatal: Eine sich immer weiter drehende Hass-Spirale, angefeuert durch gefakte Social Media-Beiträge, bei der sich nur mehr zwei Fronten unversöhnlich gegenüberzustehen schienen: Pro oder kontra Flüchtlinge.

Um diese Fronten aufzubrechen und eine sachliche Kommunikation anzuregen, haben die Songwriter Harald Pomper aus Oberwart und Franz A. Langer das Lied „A leiwandes Land“ geschrieben, bei dem sich Dutzende heimische Künstlerinnen und Künstler - Von Cornelius Obonya, über Eva Billisich bis Reinhard Nowak und Leo Lukas, Günther Paal, Harri Stojka oder Pizzera & Jaus - beteiligten. Die Musiker bekamen auch Unterstützung und Solidaritätsbekundungen von Bands wie den Toten Hosen, dem Filmemacher Ulrich Seidl oder dem Verein Ute Bock. Aus Pompers Feder stammt der Text, die Melodie kommt von Langer, er hat den Song auch produziert. Von Skero, Disorder & Kid Pex gibt es eine Hip-Hop-Einlage. Das Lied soll helfen eine Eskalation, wie in anderen Ländern, zu vermeiden.

„Jeder, der mich kennt weiß, dass ich alle radikale Tendenzen, egal ob im Islam, bei anderen Religionen oder in der Politik absolut ablehne“, sagt Pomper. „Wir wissen nicht, wie weit wir damit kommen und ob wir damit ein reflektiertes Denken zu diesem Thema anstoßen können – versuchen wollen wir es auf alle Fälle“, so Langer. Das Stück ist nun fertig und kann bei allen gängigen Plattformen downgeloaded werden. Der Reinerlös geht an die Obdachlosen- und Flüchtlingshilfe.