Anti-Terror-Übung im Messezentrum. Rund 200 Polizeibeamte, darunter 40 aus dem Bezirk, übten einen terroristischen Anschlag auf eine Veranstaltung mit 1.000 Besucher.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 25. Oktober 2017 (05:31)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7073415_owz43pko_chronik_antiterroruebung.jpg
Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte. Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz mit einigen Teilnehmern der Anti-Terror-Übung in Oberwart, insgesamt waren rund 200 Beamte im Einsatz, 40 davon aus dem Bezirk.
BVZ

In allen Bundesländern werden derzeit Anti-Terror-Übungen durchgeführt, so auch im Burgenland.

In Oberwart trafen sich am vergangenen Mittwoch rund 200 Einsatzkräfte der Polizei, der Cobra und des Roten Kreuz im Messezentrum, um einen terroristischen Anschlag auf eine Veranstaltung mit 1.000 Besuchern zu üben.

440_0008_7074364_owz43pko_chronik_anti_terror_uebung_mes.jpg
Landeshauptmann Hans Niessl (oben) und sein Stellvertreter Johann Tschürtz betonten die Notwendigkeit derartiger Übungen und bedankten sich bei den Einsatzkräften für deren Engagement.
BVZ

Das Übungsszenario war aufwendig gestaltet, einen ganzen Nachmittag lang hatten die Einsatzkräfte, die vorher nur einen geringen Kenntnisstand über die weiteren Entwicklungen hatten, alle Hände voll zu tun.

Erster Zugriff von den Oberwarter Beamten

Zunächst lag es an den lokalen Einsatzkräften, also der Polizei auf Bezirksebene, die Lage zu klären. „Das ist in dieser Form das erste Mal passiert, 40 unserer Beamten haben an der Übung teilgenommen“, sagt Bezirkspolizeikommandant Oskar Gallop, der hofft „auf Bezirksebene nie mit einem solchen Ernstfall konfrontiert zu werden“. Ausschließen könne man einen solchen aber nie, betonte Landespolizeikommandant Martin Huber, auch wenn es derzeit keine akute Bedrohungslage gebe.

440_0008_7074360_owz43pko_chronik_anti_terror_uebung_mes.jpg
Voller Einsatz. Erstmals wurde gemeinsam mit dem Roten Kreuz das Bergen von Schwerverletzten aus der Gefahrenzone eines Terrorangriffs geübt – mit Erfolg.
BVZ, Pekovics

Das Resümee der Übung fällt jedenfalls positiv aus, aus Sicht von Gallop hat das Zusammenspiel mit den Sondereinheiten wie Cobra hervorragend funktioniert: „Eine derartige Lage ist schlussendlich nur mit den Sondereinheiten des Innenministeriums zu bewältigen. Die brauchen aber eine Stunde bis zum Einsatzort, solange muss die lokale Polizei die Lage im Griff haben.“

440_0008_7074365_owz43pko_chronik_anti_terror_uebung_mes.jpg
BVZ

Besonders positiv zu erwähnen ist laut Gallop die Zusammenarbeit mit der Landessicherheitszentrale und dem Roten Kreuz, das erstmals die Bergung von verletzten Personen bei einem Terrorangriff geübt hat. Auch das neue Funksystem, mit dem alle Einsatzkräfte untereinander kommunizieren können, habe sich bestens bewährt. „Meine Erkenntnis ist: Alle Mitarbeiter waren mit extrem hohem Engagement bei der Sache.“

440_0008_7074362_owz43pko_chronik_anti_terror_uebung_mes.jpg
BVZ