Attacke mit Messer: Zweieinhalb Jahre Haft

Ein 23-jähriger afghanischer Staatsbürger wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er war auf Personen losgegangen.

Elisabeth Kirchmeir Erstellt am 31. Dezember 2020 | 03:13
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Der 23-jährige Angeklagte, ein afghanischer Staatsbürger, hatte im Juni 2020 immer wieder für Unruhe gesorgt. Er beschimpfte und bedrohte Leute, man fürchtete sich vor ihm.

Am 25. Juni 2020 kam es zu einem Zusammentreffen des Angeklagten mit mehreren Jugendlichen. Einer der Anwesenden, dessen Freundin der Angeklagte belästigt hatte, stellte den 23-Jährigen zur Rede. Daraufhin drohte der Angeklagte, er werde dem Mann den Finger abschneiden, und kündigte an: „Bruder, wegen dir setze ich mich 20 Jahre in den Knast. Ich habe kein Problem damit!“ Ein anderer Jugendlicher beschwerte sich darüber, dass der Angeklagte ihn und seine Mutter beleidigt habe. Der Angeklagte antwortete: „Komm, Eins gegen Eins!“

Daraufhin begannen sich die Männer gegenseitig zu stoßen. Der Angeklagte verließ kurz den Schauplatz, betrat ein Geschäft, kaufte einen Energy Drink und stahl dabei ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von dreizehn Zentimeter. Er steckte das Messer mit der Klinge nach oben in die Hosentasche und zeigte es jenem jungen Mann, der ihn zuerst zur Rede gestellt hatte. Dann ging er auf den anderen Jugendlichen zu, zog das Messer aus der Gesäßtasche, schrie ein weiteres Mal „Eins gegen Eins!“ und „Ich schlitz‘ dich auf!“ und führte eine Stichbewegung von links nach rechts auf Höhe des Halses des Bedrohten aus, ohne diesen tatsächlich zu berühren. Wäre der junge Mann nicht zurückgewichen, so hätte er eine schwere Verletzung erlitten.

Vier der Anwesenden schlugen mit Fäusten und Holzlatten auf ihn ein, sodass der 23-Jährige das Messer fallen ließ und zu Boden ging. Als die Männer von dem Angeklagten abließen, soll dieser gedroht haben, er werde mit „30 bis 40 Afghanen“ wiederkommen und sie umbringen. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des Vorfalls zunächst wegen versuchten Mordes ermittelt. Angeklagt und verurteilt wurde der vorbestrafte afghanische Staatsbürger jedoch wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung. Das Urteil, zweieinhalb Jahre Haft unbedingt ist rechtskräftig.