Bahnstrecke Oberwart-Friedberg geht an die ÖBB. Die Bahnstrecke Oberwart-Friedberg soll wieder ins Eigentum der ÖBB gehen. Lösung für die Holzverladestelle außer Sichtweite.

Von Carina Fenz. Erstellt am 10. Oktober 2018 (04:17)
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Unter Dach und Fach. Landeschef Hans Niessl und ÖBB-Chef Andreas Matthä unterschrieben den Kaufvertrag im ehemaligen „Präsidenten-Waggon“.
BVZ, Peko

Die Übernahme der Bahnstrecke Oberwart – Friedberg durch das Land beziehungsweise die Verkehrsinfrastruktur Burgenland (VIB), wird vorerst aufgeschoben. Der Bestand der Strecke wird jedoch weiterhin garantiert und der Güterverkehr fortgeführt.

Grund für den Richtungswechsel ist das geplante Forschungsprojekt „Open.Rail.Lab“ – eine Teststrecke für autonom fahrende Züge. „Die Finanzierung des Projekts ist einfacher, wenn die Strecke vorerst im Eigentum der ÖBB verbleibt“, erklärt VIB Geschäftsführer Andreas Reiner die neue Entwicklung. Die Details werden jedoch noch mit dem Verkehrsministerium und der ÖBB abgestimmt.

Weiter keine Entscheidung gibt es für die Verlegung der Holzverladestelle aus der Stadt. Die RCA, die den Güterverkehr auf der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg durchführt, hat mitgeteilt, dass Altpinkafeld als Ausweichroute das Volumen des Güterverkehrs nicht bewältigen kann und droht nun, falls in Oberwart keine Holzverladung mehr durchgeführt werden kann mit der Einstellung des Güterverkehrs.

„Wir wollen die Verlegung so rasch als möglich und stehen zu unserer Zusage. Die Prüfung von Flächen läuft, einen konkreten Zeitpunkt kann ich nicht nennen“, so Reiner, der nicht nur Rotenturm als Option in Betracht zieht. Stadtchef Georg Rosner pocht auf eine „Lösung in absehbarer Zeit.“ „Jetzt muss was geschehen“, so Rosner.