Behörden geben grünes Licht für neues Krankenhaus. Die Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) hat nunmehr einen Großteil der Bescheide für den Neubau des Spitals in Oberwart erhalten. Damit wurde ein weiterer Meilenstein im größten Bauvorhaben in der Geschichte des Burgenlandes erreicht. 

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 05. September 2019 (14:02)
KRAGES

KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis hat mit den Projektleitern Christian Hofstädter und Josef Strohmaier sowie BELIG-Geschäftsführer Heinz Fellner bei den Vertretern der Baubehörde, dem Oberwarter Bürgermeister Georg Rosner und dem Amtsleiter Roland Poiger, am Mittwochabend die Baubewilligung übernommen.

Insgesamt liegen nunmehr folgende Bescheide positiv vor: 

  • Bescheid nach dem Burgenländischen Krankenanstaltengesetz (Errichtungsbewilligung)
  • Baubewilligung nach dem Burgenländischen Baugesetz
  • Wasserrechtliche Bewilligung nach dem Wasserrechtsgesetz
  • Bescheid nach dem Strahlenschutzgesetz

Die Ansuchen um luftfahrtrechtliche Bewilligung (Heliport) und für die Apothekenbetriebsbewilligung sind eingereicht und sind derzeit in behördlicher Bearbeitung.

Aufsichtsratsvorsitzender LH Doskozil: „Projekt in guten Händen“

Der Aufsichtsratsvorsitzende der KRAGES, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, dankt dem Team für die ergebnisorientierte Arbeit: „Wir sind in der Zeit und wir sind im Plan. Ein weiterer Meilenstein ist geschafft. Es ist mir persönlich ein Anliegen, sowohl als Aufsichtsratsvorsitzender wie auch als Südburgenländer, dass die Planung und Umsetzung des neuen Krankenhauses in Oberwart nachweislich in guten Händen ist. Danke dafür an das Projektteam.“

Der Neubau des Krankenhauses in Oberwart stelle die größte Landesinvestition in der Geschichte des Burgenlandes dar und sei immens wichtig für die nachhaltige Stärkung der Gesundheitsversorgung. Parallel zum unmittelbaren Bauprojekte werde mit allen beteiligten Partnern auch bereits an einer Verkehrslösung gearbeitet, so LH Doskozil. 

Gute Zusammenarbeit mit Behörden 

KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis: „Es freut mich, dass ein Großteil der Bescheide nun vorliegt und dass wir mit den Behörden so gut zusammengearbeitet haben. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den zuständigen Stellen, die unsere Bescheide bearbeitet haben und natürlich unserem Projektteam in Oberwart, die gewohnt  professionell diesen Meilenstein erreicht haben.“

Ausschreibungen laufen

Nach dem Erhalt der positiven Bescheide laufen nun die umfassenden Bauausschreibungen weiter. Der Plan bleibt aufrecht: 2020 wird mit den ersten Baumaßnahmen und dem Spatenstich gestartet. Bis 2023 soll die Bauphase laut Plan abgeschlossen sein. Dann beginnen der Probebetrieb und der Umzug. Die ersten Patientinnen und Patienten sollen 2024 im neuen südburgenländischen Schwerpunktspital behandelt werden. Die neue Mitarbeitergarage vis a vis vom derzeitigen Krankenhaus ist bereits seit einem Monat im Probebetrieb, im Herbst soll der reguläre Betrieb starten.

Nachnutzung des Altbestandes wird bis 2024 entschieden

Mit der Stadtgemeinde Oberwart hat die KRAGES vereinbart, dass rechtzeitig zur Vollinbetriebnahme des neuen Krankenhauses auch über die Nachnutzung des Altbestandes entschieden wird. Diese Vereinbarung ist auch im Baubescheid berücksichtigt. In den kommenden fünf Jahren haben alle beteiligten Experten also ausreichend Zeit, sich mit allen  sinnvollen Möglichkeiten der Nachnutzung auseinanderzusetzen. Derzeit konzentriert sich das Baumanagement-Team voll und ganz auf den Neubau.