Buchhandlungspreis: Ein Oscar für Jürgen Pokorny

Erstellt am 29. April 2022 | 04:41
Lesezeit: 3 Min
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So geht Buchhändlersein. Im Geschäft von Jürgen Pokorny gibt es immer was zu lesen, tratschen und einen Kaffee.
Foto: C. Fenz
Der mit 10.000 Euro dotierte Österreichische Buchhandlungspreis geht heuer unter anderem an die Buchhandlung Buch-Papier Pokorny in Oberwart, die ihr 116-jähriges Bestehen feiert. Geführt wird das Geschäft in vierter Generation von Jürgen Pokorny, der seine Kunden nicht nur mit allerhand Bücherwissen versorgt, sondern auch mit einem Kaffeetratscherl zum Einkauf.
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Den Oscar für den besten Buchhändler bekommt Jürgen Pokorny tagtäglich von vielen Kunden und Kundinnen verliehen, wenn sie sein Geschäft in der Schulgasse betreten.

Jetzt bekommt der Buchhändler aber tatsächlich einen richtigen Oscar, nämlich vom Kulturministerium gemeinsam mit dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB), die die Buchhandlung Buch-Papier Pokorny mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis ausgezeichnet hat. Der Preis, der mit 10.000 Euro dotiert ist und am 2. Mai in Wien verliehen wird, geht übrigens zum ersten Mal an eine Buchhandlung aus dem Burgenland.

Die Sprache, die für den preisgekrönten Buchhändler übrigens eines der wichtigsten Kriterien für ein gutes Buch ist, ist Jürgen Pokorny zum Glück nicht verloren gegangen, aber heiß ist ihm schon geworden, als er von der Auszeichnung erfahren hat.

Buchhandlung in vierter Generation

Sein Handwerk, das Buchhändlersein, liegt Jürgen Pokorny, der die Buchhandlung in vierter Generation führt, in den Genen, „aber als beste Buchhandlung ausgezeichnet zu werden, ist schon mit sehr viel Freude verbunden“, erzählt er.

Zu lesen bedeute für ihn, „Abenteuer im Kopf zu erleben und in eine andere Welt einzutauchen.“ Und genau auf diese Abenteuer will er auch seine KundInnen mitnehmen.

„Ich will mit den Leuten ins Gespräch kommen und daher gibt es bei mir auch immer einen Kaffee zum Gustieren und dann gehen die Kunden auch genau mit jenen Büchern heim, die nicht nach drei Seiten im Nachtkästchen verschwinden, sondern mit jenen, wo sie Abenteuer erleben können“, erzählt Pokorny, der auch verschiedene Literaturveranstaltungen organisiert.

Neben Lesungen mit Schwerpunkt österreichischer und vor allem regionaler Literatur in der Buchhandlung gibt es auch verstärkt welche im schulischen Betrieb. „Das beginnt bei der Leseförderung für die Kleinsten und reicht über Workshops, Buchausstellungen und Projekte bis hin zu Präsentationen der Arbeiten aus den Workshops in Schaufenstern“, erzählt Pokorny, der auch seit Anbeginn die Buchwochen im Offenen Haus Oberwart organisiert.

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