Die Qual mit dem Virus

Maturabälle in Oberwart wurden auf den Jänner verschoben. Auch das Contact Tracing wird für die Behörde immer schwerer.

Erstellt am 18. November 2021 | 04:06
Corona Coronavirus Covid Symbolbild
Symbolbild
Foto: Nhemz, Shutterstock.com

Die Pflegekräfte gingen vor wenigen Tagen auf die Straße: „Es ist 5 nach 12“, ihre Botschaft, mit der sie auf den drohenden Pflegenotstand hinweisen wollen (siehe dazu auch Seite 19). Die Corona-Situation hat ihre Lage noch mehr verschlechtert.

Apropos Corona!

Die Gesundheitskrise zieht auch im Bezirk Oberwart wieder spürbar ihre Kreise. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 512,96 (Stand: 16. November) pro 100.000 Einwohner liegt der Bezirk Oberwart zwar noch im oberen Drittel der „besseren“ Inzidenzen, trotzdem ist das für Bezirkshauptmann Helmut Nemeth Grund zur Sorge: „Das Contact Tracing ist auch bei uns sehr schwierig geworden, weil vor allem rund um Halloween viele Cluster entstanden sind, deren Auswirkungen wir auch jetzt noch enorm merken.“

Anzeige

Mit der Ankündigung, der Ausweitung der FFP2 Maskenpflicht ab 17. November für Gastgewerbe, Veranstaltungen, öffentliche Verkehrsmittel, körpernahe Dienstleister, allgemein zugängliche Bereiche von Beherbergungsbetrieben, Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Messen, stehen auch wieder die Durchführung von zahlreichen Veranstaltungen auf der Kippe. Die drei Maturabälle in der Messehalle beispielsweise, wurden am Mittwochvormittag auf Jänner verschoben. Sollte es die Lage auch dann nicht zulassen, dann will man in den April ausweichen.

Auch der mit 15. November in Kraft getretene Lockdown für Personen, die keinen 2G-Nachweis haben, wirkt sich mittlerweile im Handel aus. eo-Centermanagerin Alexandra Wieseneder dazu: „Wir merken schon, dass es ein wenig ruhiger geworden ist, aber grundsätzlich sieht man jetzt auch, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer impfwillig waren und sind und der Handel dadurch weniger Schaden nimmt.“ Die Kontrollen durch die Polizei im eo nimmt Wiesender gelassen: „Das sehen auch unsere Kunden so, die bei Aufforderungen durch die Polizei sehr wohl Verständnis zeigen.“