Direktor Papajanopulos geht auf Reisen

Aristoteles Papajanopulos war zehn Jahre lang Direktor an der HBLA, der größten Schule in der Stadt. Mit Schulschluss verabschiedet er sich in ein Sabbatical und dann in Rente.

Erstellt am 11. Juni 2021 | 06:15
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Der 64-jährige Aristoteles Papajanopulos ist in Athen aufgewachsen und wohnt in Stadtschlaining.
Foto: BVZ

Nach zehn Jahren und ein Jahr vor der eigentlichen Pensionierung tritt Aristoteles Papajanopulos seine letzten Wochen als Direktor der HBLA Oberwart an. Der gebürtige Grieche, den das Studium zuerst nach Deutschland und dann nach Österreich verschlagen hat, wird sich nämlich mit Ende des Schuljahres in ein Sabbatical verabschieden.

Die Karriere als Direktor starte Papajanopulos in der ECOLE Güssing, die er sieben Jahre leitete. Der Wechsel damals nach Oberwart erfolgte aus überlegten Gründen, „denn zu lange die gleiche Schule zu leiten, ist für die Entwicklung auch nicht gut“, plaudert er aus dem Nähkästchen. In beiden Schulen habe er sich aber sehr wohl gefühlt. Jetzt sei es aber Zeit zu gehen und das habe vor allem private Gründe. „Es ist der optimale Zeitpunkt im Leben noch etwas zu erleben“, spricht Papajanopulos seine Reisepläne an, die ihn sein ganzen Leben, so wie die Schule, begleiten.

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Dabei hat ihm die Coronapandemie fast einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn eigentlich sollte es auf mehrere längere Fernreisen gehen. „Mein Wunsch wäre es gewesen längere Zeit durch Südamerika zu reisen, aber wegen der Covid-Situation wird es jetzt zuerst einmal eine längere Reise in die Heimat nach Griechenland“, erklärt der bald 64-Jährige Stadtschlaininger, der in Athen aufgewachsen ist. In seiner Zeit als Schulleiter war es ihm immer wichtig, dass internationale Beziehungen forciert wurden.

„Es ist wichtig, dass Schüler ins Ausland gehen, Erfahrungen sammeln und andere Menschen kennen lernen“, ist Papajanopulos überzeugt, der aufgrund der Pandemie in seinen letzten beiden Schuljahren, vor besonders großen Herausforderungen gestanden ist. „Die Covid-Situation an den Schulen war keine einfache, aber wir haben sie gut gelöst. Besonders die Tatsache, dass ich von Beginn an für eine Maskenpflicht in unserer Schule eingetreten habe, war herausfordernd, bei Schülern, Eltern und Lehrern. Am Anfang haben mich viele dafür belächelt, weil ich auf die Vorsichtsmaßnahme gesetzt habe, aber letztendlich war es gut so“, schildert er.

Derzeit besuchen die HBLA Oberwart — die heuer gleich mehrere Jubiläen feiert — rund 600 Schüler. Einen neuen Schulleiter will man in den nächsten Wochen präsentieren, heißt es dazu von Bildungsdirektor Heinz Zitz.