Ehemalige OSG Zentrale wird zu „Senioren WG“

Erstellt am 20. Mai 2022 | 04:36
Lesezeit: 3 Min
Die Wohngemeinschaft Lebensfreude in Oberwart soll Älteren die Möglichkeit bieten, sozial aktiv zu bleiben.
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Wer das Wort „WG“ (Abkürzung für Wohngemeinschaft) hört, denkt meist an eine Wohnlösung für junge Menschen. Das auch Ältere von so einer Wohnsituation profitieren können, erklärte Klaus-Peter Schuh im Rahmen der Präsentation des Projekts „Wohngemeinschaft Lebensfreude“.

Was es mit diesem auf sich hat? Seitdem die OSG im Vorjahr in ihre neue Zentrale in der Dornburggasse übersiedelte, wartete die ehemalige Zentrale auf eine Idee für die weitere Nutzung. Diese wurde jetzt gefunden und vorgestellt. In den Räumlichkeiten soll ein neues Wohnkonzept für ältere Menschen umgesetzt werden.

„Es gab verschiedene Ideen für eine Nachnutzung. Das Projekt Wohnen im Alter mit besonderen Ausformungen hat dabei überzeugt. Es wird eine Bereicherung für Oberwart sein“, meinte OSG Obmann Alfred Kollar bei der Präsentation.

Umbauarbeiten beginnen im Sommer

Im Sommer dieses Jahres soll mit der Umsetzung begonnen werden. „Es werden 23 Wohneinheiten als Zwei- und Einbettzimmer entstehen, außerdem eine zusätzliche Betreuungseinheit und zwei Büros. Im Foyer wird es ein Café geben“, erklärte Architekt Martin Schwartz den Umbau. Außerdem würde der Eingang an einen zentral besser zugänglichen Ort verlegt werden. Fertiggestellt werden sollen die Arbeiten im Herbst 2023.

Zusammenarbeit mit der Diakonie

Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der evangelischen Pfarrgemeinde A. B. „Im Jahr der Schöpfung wollten wir in puncto Nachhaltigkeit ein Projekt realisieren. Dieses Angebot wird neben Nachhaltigkeit auch Gemeinschafts- und Schöpfungssinn schaffen. Es bietet sozusagen „Lustvoll gemeinsam alt zu werden“. Wir stellen uns eine Wohngemeinschaft für die ältere Generation vor. Im Bedarfsfall einer Pflegebetreuung wird die Diakonie tätig werden“, erklärte Pfarrerin Sieglinde Pfänder die Hintergründe des gemeinsamen Projekts.

Gegenseitige Unterstützung steht im Mittelpunkt

Wie es die Wohngemeinschaft ermöglichen soll, „lustvoll zu altern“, erläuterte Klaus-Peter Schuh, Mitinitiator des Projekts, im Rahmen der Präsentation noch genauer.

Er verwies auf die Einsamkeit, die viele ältere Menschen nach dem Pensionsantritt einhole. Außerdem sprach Schuh die oft nicht ausgeschöpften Fähigkeiten, die Personen nach dem Pensionsantritt noch haben, an. In der Wohngemeinschaft sollen die Menschen diese zukünftig einbringen können und durch die Kontakte zu anderen Mitbewohnern sozial aktiv bleiben.

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