Erste Frau im „Bauamt“. Stephanie Pertl ist 22 Jahre jung und gelernte Gärtnerin. Jetzt arbeitet die Oberwarterin als erste Frau überhaupt im Bauhof des BBS.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 30. September 2018 (05:28)
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Die Haarfarbe passt farblich perfekt zum Arbeitsgewand: Knallorange. Übersehen kann man Stephanie Pertl also kaum, wenn sie im Einsatz auf den südburgenländischen Straßen ist. Kein Wunder also, dass so manch Autofahrer zweimal guckt, wenn er die 22-Jährige erspäht, schließlich sieht man eine Frau im Korb (des Kranes), die Bäume stutzt, ja nicht alle Tage. Die gelernte Gärtnermeisterin ist nämlich die erste Frau in der Geschichte des Bauhofes des BBS, die hier arbeitet. Pertl: „Ich bin es gewohnt nur mit Männern zu arbeiten. In meiner alten Firma war das auch so. Meine Kollegen in Oberwart sind toll und lauter weltoffene Männer“, gibt die taffe, junge Dame schmunzelnd zu Protokoll.

Passende Arbeitsschuhe als Herausforderung

Rund 30 Personen sind am BBS-Bauhof beschäftigt. Allesamt Männer. Die neue Ausnahme freut auch BBS-Chef Markus Tuma: „Wir haben den Gärtner-Posten für Männer und Frauen ausgeschrieben. Es sind Aufgabengebiete denen definitiv auch Frauen gewachsen sind. Umso schöner, dass sich mit Stephanie Pertl auch endlich einmal eine Frau dieser beruflichen Herausforderung gestellt hat.“ Sie selbst sei durch Zufall auf die Stellenausschreibung gestoßen, so die Oberwarterin, die im BBS für Baumkontrollen, Heckenschneiden, Rasen mähen und andere Gärtnerarbeiten entlang der Straßen zuständig ist. Auch für den Winterdienst sei sie heuer schon vorgesehen. Kollege Franz Koller zeigt sich ebenfalls begeistert von der neuen Kollegin: „Stephanie ist sehr engagiert und es macht Freude mit ihr zu arbeiten.“

Die bislang einzige „geschlechtsspezifische Hürde“, die Stephanie Pertl zu bewältigen hatte: „Arbeitsschuhe in Größe 38 zu finden, das war wirklich nicht leicht.“