Erster Sozialmarkt des Landes Burgenland eröffnet

In Oberwart ist am Mittwoch der erste Sozialmarkt des Landes Burgenland eröffnet worden. Mit dem "Sonnenmarkt" und dem dazugehörigen "Sonnencafé" will das Land armutsgefährdete, sozial benachteiligte Menschen mit geringem Einkommen unterstützen.

Erstellt am 06. Oktober 2021 | 16:35
Landeshauptmann Doskozil
Landeshauptmann Doskozil
Foto: Millendorfer

Bis 2023 sollen auch in den sechs anderen Bezirkshauptstädten des Burgenlandes derartige Märkte eingerichtet werden, teilte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit.

Die Soziale Dienste Burgenland GmbH des Landes arbeitet beim Sonnenmarkt mit gemeinnützigen Organisationen zusammen, die den Betrieb übernehmen. In Oberwart ist das die Volkshilfe. Angesichts steigender Preise und Lebenshaltungskosten will das Land das Leben leistbarer machen, betonte Doskozil. "Rund 50.000 Burgenländerinnen und Burgenländer sind armutsgefährdet. Diese Zahl muss uns aufrütteln." Der Sonnenmarkt verkauft Lebensmittel und Drogeriemarktwaren zu günstigen Preisen an registrierte Kunden mit geringem Einkommen. Das Sonnencafé soll ein sozialer Treffpunkt mit ebenfalls vergünstigten Preisen werden.

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Noch heuer soll ein weiterer Standort in Mattersburg eröffnet werden. Im ersten Halbjahr 2022 folgen Neusiedl und Oberpullendorf, im zweiten Eisenstadt sowie 2023 Güssing und Jennersdorf. Das Departement Soziales der FH Burgenland begleitet das Projekt wissenschaftlich. 2024 soll es evaluiert werden.