Frauenberatungsstelle: „Bedarf so groß wie nie“. Die Beratungen in der Frauenberatungsstelle steigen seit Beginn der Corona-Krise enorm an. Während man selbst hilft, wo es geht, ist man aber auch auf Spenden angewiesen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. August 2020 (13:54)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7915632_owz35cari_sow_kooperation_sozialmarkt_f.jpg
Neue Kooperation. Mitarbeiterinnen des Sozialmarktes und der Frauenberatungsstelle engagieren sich gemeinsam im Kampf gegen Armut.
BVZ

Die Corona-Krise trifft jene Menschen am härtesten, die selbst wenig besitzen. „Was sich zu Beginn der Pandemie erahnen ließ, trifft uns jetzt voll: Viele Menschen, vor allem viele Frauen haben kein Geld mehr, um sich und ihre Kinder versorgen zu können“, berichtet Magdalena Freißmuth, Leiterin der Frauenberatungsstelle und Geschäftsführerin im Verein Frauen für Frauen Burgenland. „Im Beratungsalltag erleben wir oft, dass Mütter die Grundbedürfnisse ihrer Kinder nicht stillen können, es fehlt sogar das Geld für Lebensmittel – das ist besonders hart “, so Freißmuth, die jetzt eine neue Kooperation mit dem Sozialmarkt in Oberwart ins Leben gerufen hat, um so Frauen in schwierigen Situationen zu unterstützen.

„Die Corona-Krise hat auf uns alle eine Auswirkung gehabt. Für manche, die es vorher schon nicht einfach hatten, ist es im Moment besonders schwierig“, so Freißmuth. „Daher ist es besonders wichtig, nach neuen Wegen der Hilfestellung zu suchen. Im Gespräch mit Gabi Binder haben wir eine gute Lösung finden können. Das erleichtert unsere Arbeit sehr. Unsere neue Kooperation mit dem Sozialmarkt macht eine gezielte Unterstützung möglich, in dem wir Gutscheine für den Sozialmarkt ausgeben“, erzählt Freißmuth, die auch einen Appell an all jene richtet, die spendenwillig sind. „Im Hinblick auf den Schulstart und die damit verbundenen enormen Kosten erwarten wir einen noch größeren Zulauf, als bisher. Als Beratungsstelle sind wir aber auch auf Spenden angewiesen, um den Menschen, vor allem Frauen, in schwierigen Lebenssituationen ein wenig Hoffnung geben zu können“, bittet Freißmuth um Spenden.