Ein Verband für die Region: „Fusion“ zweier Bezirke

Die Tourismusverbände Oberwart und Güssing planen einen gemeinsamen „Südburgenland“-Verband. In Jennersdorf steht die Entscheidung noch aus.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 03. Mai 2018 | 05:31
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Tourismus Südburgenland
Verband „Südburgenland“ ab 2019. Die beiden Geschäftsführer Harald Popofsits (Güssing, l.) und Hans-Peter Neun (Oberwart, r.) ziehen schon jetzt an einem Strang.
 
Foto: zVg

Die Reform des Tourismusgesetzes hatte unter anderem auch das Ziel, größere Tourismusverbände zu schaffen, weil diese schlagkräftiger sind. Mindestens 50.000 Nächtigungen muss es in einem Verbandsgebiet geben, dieses Marke hat Güssing im Vorjahr knapp nicht erreicht. Weshalb Tourismuslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) bei einem Pressetermin im Rahmen der FPÖ-Klubklausur verkündete, dass der Tourismusverband Güssing aufgelöst werden beziehungsweise mit einem anderen Verband fusionieren müsse. Sehr zur Verwunderung der Touristiker in den Bezirken Güssing und Oberwart, arbeiten diese doch schon länger an einer Fusion der beiden Verbände zur Marke „Südburgenland“.

Vollversammlungen in beiden Bezirken

Ende Mai oder Anfang Juni soll die Fusion in Vollversammlungen abgesegnet werden, die Vorstände der beiden Tourismusverbände haben quasi schon grünes Licht für einen Zusammenschluss gegeben.

„Wir arbeiten ja schon längst über alle Bezirksgrenzen hinweg zusammen, siehe Wein- oder Paradiesfrühling“, sagt der Geschäftsführer der Region Güssing, Harald Popofsits. Sein Oberwart Pendant Hans-Peter Neun ist mit ihm einer Meinung: „Die Arbeit wurde schon immer thematisch aufgeteilt, die Fusion macht definitiv Sinn.“ Nach dem Beschluss in den Vollversammlungen soll dieser an die Landesregierung übermittelt werden, die dann grünes Licht geben kann – geplanter Zeitpunkt für die Fusion ist 2019.

Fraglich ist derzeit noch, ob sich auch die Jennersdorfer Touristiker am „Südburgenland“-Verband anschließen wollen, diesbezügliche Gespräche laufen aber. Die Verbände in Bad Tatzmannsdorf und Stegersbach werden hingegen definitiv eigenständig bleiben und sich um die Vermarktung der Thermen kümmern. Der künftige Tourismusverband „Südburgenland“ wird eher die Region vermarkten, Stichwort Kulinarik und E-Bike Tourismus.