Integration in der Region. Der Verein SOL unterstützte vergangenes Jahr 75 Asylwerber im Südburgenland und bemühte sich um deren Integration. Harte Arbeit, schöne Bilanz, herzliche Menschen.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 11. Februar 2018 (05:54)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Zeigten, was möglich ist. Taekwondo-Trainer Lehel Magyari mit Schüler Ali Nehjati und Gabriele Huterer vom Verein SOL.
BVZ, Vanessa

SOL (Solidarität, Ökologie und Lebensstil) ist ein gemeinnütziger Verein mit 2.000 Mitgliedern in ganz Österreich. Er unterstützt Menschen auf ihrem Weg zu einem nachhaltigen und solidarischen Lebensstil – durch regelmäßige Treffen in rund 20 Regionalgruppen, durch Projekte, Veranstaltungen und diverse Publikationen.

Auch im Bezirk waren SOL-Mitglieder im vergangenen Jahr engagiert bei der Sache. Jetzt lud man zur Pressekonferenz, um Bilanz über „Ein Jahr Integration in der Region“ zu ziehen.

„Dass zusammen vieles möglich ist, konnten wir 2017 erleben"

Gabriele Huterer von SOL: „Dass zusammen vieles möglich ist, konnten wir 2017 erleben. Im Südburgenland wurden 75 Asylwerber und acht Asylberechtigte von uns in Einzelgesprächen mit der Idee, in einem Verein mitzutun, bekanntgemacht. In Summe haben uns 35 Vereine und Organisationen im Burgenland und der angrenzenden Region in der Steiermark dabei unterstützt, damit das Mittun eines Flüchtlings gelingen kann.“

An der Pressekonferenz nahmen auch Taekwondo-Trainer Lehel Magyari vom Verein Red Dragons in Kohfidisch und der 17-jährige afghanische Flüchtling Ali Nehjati teil. Der Trainer, der selbst aus Rumänien stammt, fand nur lobende Worte für seinen sportlichen Schützling und ist sich sicher, „Integration muss man leben, nicht nur darüber reden“.

Ali, der seit zwei Jahren in Österreich ist, spricht bereits fließend Deutsch und möchte im Burgenland bleiben und im Gesundheitsbereich arbeiten.