Jubiläum: 10.000 Rettungsflüge für Christophorus. Der Notarzthubschrauber Christophorus 16 flog seinen 10.000 Einsatz. Ein Bericht über Hilfsbereitschaft und oft schwere Kämpfe über den Wolken.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 02. August 2017 (05:34)
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Up and up. Am 28. Juli hob der Christophorus 16 zum 10.000 Mal von seinem Stützpunkt in Oberwart ab. Dieses Jubiläum wird am 3. August offiziell gefeiert.
BVZ

Er hat vielen Menschen in der Region ihr Leben gerettet. Und er ist gelb, schnell und wenn man ihn fliegen sieht oder hört, dann weiß man, dass das selten etwas „Gutes“ bedeutet. Der Notarzthubschrauber Christophorus 16 und seine Besatzung wiederum, die tun ausschließlich Gutes.

Up and up. Am 28. Juli hob der Christophorus 16 zum 10.000 Mal von seinem Stützpunkt in Oberwart ab. Dieses Jubiläum wird am 3. August offiziell gefeiert.
BVZ, Hannah R.

Und das bereits zum 10.000 Mal, denn exakt so viele Einsätze flog man mit Stichtag 28. Juli. Ein Jubiläum, das ebenso schön wie erschreckend ist, zeigt es doch, wie oft man in den zwölf Jahren, seit es den Stützpunkt in Oberwart gibt, abheben musste, um Menschen in Not zu helfen. Einer, der seit Anfang an zur 31-köpfigen Crew gehört, ist Flugrettungssanitäter Hans-Peter Polzer.

Der Kohfidischer erzählt: „Das Team des C16 besteht aus 16 Notärzten, zwölf Flugrettern und drei Piloten. Zehn Einsätze pro Tag sind schon sehr viel, aber auch mehr sind keine Seltenheit, denn die Anzahl unserer Flüge steigt kontinuierlich.“

"Routine gibt es nicht"

Um 7 Uhr morgens beginnt die Einsatzbereitschaft und endet mit Sonnenuntergang. „Routine gibt es nicht“, bringt es Stützpunktleiter Fritz Wallner auf den Punkt. Nach Alarmierung zu einem Notfalleinsatz erfolgt der Start des Hubschraubers innerhalb von drei Minuten. Ein Einsatz, an den sich Polzer bis heute erinnert, war, „als wir kleine Frühchen-Zwillinge transportierten. Die Babys waren so klein wie mein Smartphone, zumindest kam mir das so vor.“ Überhaupt sind Einsätze, bei denen Kinder in Not sind, emotional am schwersten. „Da muss man trotzdem seinen Job machen. Und genau dafür sind wir schließlich hier.“