Klaus Schermann als "doppelter Direktor". Klaus Schermann leitet jetzt neben der EMS auch die Sonderschule. Er will Synergien nutzen und Ressourcen teilen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. September 2018 (04:06)
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Klaus Schermann leitet seit Schulbeginn zwei Pflichtschulen mit rund 350 Schülern.
BVZ

Gestern Dienstag hat Klaus Schermann, offiziell sein Ernennungsdekret erhalten. Seit Schulbeginn leitet der Direktor der Europäischen Mittelschule Oberwart nämlich auch die Sonderschule Oberwart. Gemeinsam besuchen rund 350 Kinder die beiden Schulen. Der doppelte Direktor ist im Burgenland kein Einzelfall mehr, immerhin werden bereits 86 Schulen im Land von von 35 Direktoren geleitet.

Am Beispiel der EMS Oberwart und der Sonderschule, die dazu noch im selben Gebäude beheimatet sind, ein ganz besonderer Glücksfall. „Wir haben den Vorteil, dass wir durch die räumliche Nähe Synergien noch besser nutzen können, als wir es bisher schon im Sinne der Inklusion gemacht haben.Zusätzlich können wir die Ressourcen besser aufteilen“, erklärt Schermann. Bereits jetzt gibt es eine sogenannte „Kooperationsklasse“, in denen Sonderschülern die Möglichkeit geboten wird, den Hauptschulabschluss zu machen. Für seine Aufgabe hat sich der studierte Sonder- und Heilpädagoge bereits einige Ziele gesetzt.

"Wir werden auch gemeinsam Projekte umsetzen und werden so weiter zusammenwachsen"

„Lehrer sollen in Gesprächen definieren, wie sie sich die Schule im Zuge der Schulautonomie vorstellen. Wir werden auch gemeinsam Projekte umsetzen und werden so weiter zusammenwachsen“, so Schermann, der sich auch dem „Containerproblem“ der Sonderschule annehmen will. Aus Platzgründen werden die Schüler der Sonderschule nachmittags in Containern hinter der Schule unterrichtet. „Beide Schulen sind pädagogisch sehr gut aufgestellt, das ist eine große Chance“, freut sich Schermann auf seine neue Aufgabe.