Musikschule öffnete wieder. Das lange Warten hat endlich ein Ende, am Montag durfte die Musikschule Oberwart endlich wieder ihre Pforten öffnen.

Von Rosa-Stefanie Nutz. Erstellt am 23. Mai 2020 (05:37)

Es ist ein ungewöhnliches Bild, das sich derzeit in den sonst so belebten Räumen der Musikschule Oberwart bietet. Schüler betreten nur einzelnen und ausgestattet mit einem Mund-Nasenschutz das Gebäude, Lehrer müssen einen Sicherheitsabstand einhalten und das sonst so bunte Treiben des Orchesters wird es dieses Semester wohl leider nicht mehr geben.

„Die vorübergehende Schließung kam zu Beginn der Corona Krise sehr schnell, doch innerhalb kürzester Zeit konnten wir auf Online-Unterricht umstellen,“ erzählt Direktorin Helene Maria Kenyeri im BVZ-Gespräch. Über verschiedenste Plattformen wurde geübt und gemeinsam musiziert, was viele Hürden aber auch Chancen mit sich brachte. So sei gerade im Violinunterricht und bei sehr jungen Musikern die Verzögerung des Bildes und die Distanz oft zu einer Probe für Pädagogen und Schüler geworden.

Fagott-Lehrer mit den Schülern zufrieden

Fagott-Lehrer Kurt Pfleger, der schon Jahrzehnte lang mit Musikbegeisterten arbeitet, bemerkte aber auch viele positive Veränderungen. „Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, in meiner Laufbahn so etwas noch zu erleben, doch viele haben das Angebot angenommen und sehr brav geübt,“ schmunzelt der Musikschullehrer. Jetzt hat das Distance Learning endlich ein Ende und Schüler und Lehrer können wieder gemeinsam vor Ort musizieren, auch wenn es besondere Regeln gibt. So ist der Mindestabstand besonders bei den Bläsern und Sängern sehr groß. Rund drei Meter trennen die kleinen gelben Markierungen am Boden, die jeweils den Platz für Lehrer und Schüler kennzeichnen.

Beim Eintreten gilt Maskenpflicht, nur Kinder unter sechs Jahren dürfen eine Begleitperson mitbringen. „Zusammenfassend versuchen wir das Positive mitzunehmen, sind sehr froh, dass so viele Kinder toll mitgemacht haben und wir ihnen dadurch auch etwas Struktur während dieser, für uns alle schwierigen Zeit geben konnten,“ sagt die Direktorin.