Neue Marktordnung: Wochenmarkt wird verlegt und größer. Standler sollen von der Ambrosigasse in den Park und in die Bahnhofstraße wechseln. Marktzeit bis 13 Uhr verlängert.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. Januar 2019 (04:28)
BVZ
Anna Schwind aus Wien war 36 Jahre lang mit ihren Textilwaren am Oberwarter Wochenmarkt. Nun hat sich die Unternehmerin in den Ruhestand verabschiedet. Bürgermeister Georg Rosner und die Marktkommissäre Klaus Guger und Christian Resch haben sie an ihrem letzten Markttag besucht.

Der Oberwarter Wochenmarkt, der im kommenden Jahr sein 178-jähriges Bestehen feiert, ist aus der Innenstadt nicht mehr wegzudenken. Die Pläne seitens der Gemeinde dem Wochenmarkt neue Frische zu verleihen, bestehen schon seit längerer Zeit. Im Zuge der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde jetzt die Marktordnung geändert, das schafft neue Möglichkeiten. „Der Markt gehört zum Zentrum der Stadt und deshalb ist es unser Ziel, die Standler aus der Ambrosigasse rauszubringen und die Marktzone auf den Park und die neu gemachte Bahnhofstraße auszuweiten“, erklärt Bürgermeister Georg Rosner. Hier handelt es sich um rund 15 Stände, die in weiterer Folge umziehen sollen. Weiters wurde auch die Ausweitung der Marktzeit von 12 Uhr auf 13 Uhr verlängert.

In einem nächsten Schritt sollen über die Wintermonate Gespräche mit den Standlern geführt werden. Wir wollen damit auch ein neues Angebot schaffen. „Was bei der Verlegung des Bauernmarkts funktioniert hat, kann auch jetzt klappen. Wir erhoffen uns durch die neuen Marktzonen auch eine Veränderung vom Branchenmix“, so Rosner.

Anrainerbeschwerden als Grund der Verlegung

Die Verlegung aus der Ambrosigasse hat aber noch weitere Gründe. „Wir haben hier immer wieder Beschwerden von Anrainern gehabt, die mittwochs mit dem Auto nicht zufahren können“, weiß Rosner. Der wirtschaftliche Aufstieg von Oberwart zur größten Einkaufsstadt im Landessüden ist eng mit dem Wochenmarkt verknüpft. „Durch den Markt haben wir jeden Mittwoch zwischen zwei- und dreitausend Menschen, die in die Innenstadt kommen und nicht nur auf dem Markt, sondern auch in der Innenstadt einkaufen“, so Bürgermeister Rosner.

Die meisten Marktfahrer, rund 70 sind es in der Regel, kommen aus dem Burgenland, der Steiermark, Niederösterreich und Wien. Für viele ist der Oberwarter Wochenmarkt ein wichtiger Umsatzbringer.