OSG nimmt Projekte für Sporck-Kaserne in Angriff. Die 2014 von OSG, Land und Stadt gekaufte Kaserne ist seit Kurzem im alleinigen Eigentum der Genossenschaft. Entscheidung über Nutzung könnte noch heuer fallen.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 23. November 2017 (05:57)
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Neuer Eigentümer. Die Oberwarter Sporck-Kaserne ist ab sofort im alleinigen Eigentum der OSG. Obmann Alfred Kollar und sein Team planen bereits am neuesten Projekte mitten im Zentrum.
BVZ, Peko

Im Jahr 2014 kauften die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG), das Land und die Stadt gemeinsam die Sporck-Kaserne um 910.000 Euro. Ein Hintergrund war damals die angeblich drohende Umfunktionierung in ein Massenquartier für Flüchtlinge durch das Innenministerium.

Diese Pläne sind längst vom Tisch, zwischenzeitlich war zwar immer wieder von einem Baustart und auch von einer möglichen Konzentration der Oberwarter Polizeidienststellen an einem Ort die Rede, doch bewegt hat sich in der Sache bisher nichts. Bis zum Herbst dieses Jahres, da entschloss sich die OSG nämlich, das gesamte Grundstück zu erwerben. „Die Absichten des Landes haben sich geändert, als das bekannt wurde, haben wir natürlich sofort Interesse bekundet und die Liegenschaft gekauft“, sagt OSG-Obmann Alfred Kollar.

„Viel Bewegung, nicht nur bei Wohnungen“

Insgesamt verfügt die OSG nun über 7.200 Quadratmeter Fläche mitten im Zentrum, am Grundstück selbst befinden sich eine Kanzlei, zwei Magazingebäude und ein Mannschaftsgebäude, das unter Denkmalschutz steht. „In der Stadt ist jede Menge Bewegung und das nicht nur am Wohnungsmarkt“, sieht der OSG-Chef großes Entwicklungspotenzial, auch in Richtung gewerblicher Nutzung. „Es gibt Überlegungen in verschiedene Richtungen, jetzt laufen einmal die groben Planungen für das Projekt.“

Einige Anfragen gebe es bereits, für ein konkretes Projekt sei es aber noch zu früh, meint Kollar: „Für uns macht es zunächst einmal Sinn, das gesamte Grundstück zu haben – der Entschluss zum Kauf ist uns nicht schwergefallen. Jetzt können wir Gespräche führen und Überlegungen in verschiedene Richtungen anstellen, Interessenten gibt es bereits genug.“ Die bereits 2015 ins Gespräch gekommene Zusammenlegung aller drei Oberwarter Polizeidienststellen ist laut Kollar auch noch nicht vom Tisch: „Vielleicht kommen wir noch heuer zu einer guten Lösung.“