Pinka: Rodung sorgt für Wirbel

Die Wurzeln von Bäumen am Pinkaufer in Oberwart drohten den Abwasserkanal zu beschädigen. Ausgleichspflanzungen sind geplant.

Erstellt am 04. Februar 2021 | 06:11

Zahlreiche gefällte Bäume entlang der Pinka sorgen in der Stadt derzeit für Aufregung, vor allem bei der Bürgerinitiative Baumfreunde Oberwart rund um Andrzej Krasnowiecki. „Bereits vor fünf Jahren wurden auf der einen Seite wie wild gerodet und jetzt auf der anderen“, sagt Krasnowiecki, dem vor allem die Tatsache, dass es sich um „meistens gesunde Bäume gehandelt hat“ erzürnt. Krasnowiecki spricht von einem „ökologischen Verbrechen“. „In den letzten drei Jahren wurden im Stadtgebiet mehrere hundert Bäume gerodet. Mit ein paar Neuauspflanzungen kann man das nicht ökologisch wettmachen. Die Stadt müsste mehrere tausend Bäume pflanzen“, erklärt Krasnowiecki.

Auf Nachfrage der BVZ heißt es seitens der Stadtgemeinde, dass „drei Projekte in Sachen Ufergehölzpflege in Oberwart begonnen wurden“. Entlang der Pinka sei nicht nur die Stadtgemeinde eingebunden, sondern auch das Land und der Abwasserverband mittleres Pinka- und Zickental. Die Pflege des Uferbereichs sei notwendig, weil das Wurzelwerk der Bäume in den Verbandskanal des Abwasserverbands eingewachsen sind und Beschädigungen drohten. Abfräsungen im Kanal brachten keinen Erfolg, daher habe der Abwasserverband ein Ansuchen gestellt, um die Bäume dort zu entfernen. Alle Arbeiten sind mit dem Land koordiniert oder mittels Paragraf 7 der allgemeinen Naturschutzverordnung angesucht worden“, heißt es von der Stadtgemeinde.

Anzeige

Für die gerodeten Bäume würden als Ausgleich Ersatzpflanzungen vorgenommen. Die Stadtgemeinde sei bemüht, die Initiative zur Neuauspflanzung von Bäumen im heurigen Jahr zu forcieren.

Durchforstungsarbeiten gehen weiter

In den nächsten Wochen beginnen auch Durchforstungsarbeiten entlang der Pinka und des Wehoferbaches, innerstädtisch bis zur B63a Umfahrung. Die Arbeiten werden durch die Stadtgemeinde Oberwart durchgeführt. „Geschnitten werden nur Bäume, die kaputt sind oder durch den Biber beschädigt wurden“, versichert die Stadt.

Auch von der Hottergrenze Oberwart aus, bis Schönberg wird am Fenekgraben gearbeitet. Diese Maßnahmen seien notwendig, um die geforderte Abflussmenge des Grabens wieder garantieren zu können.