Risiko am Lehrplan der HAK

Erstellt am 06. Juni 2022 | 04:57
Lesezeit: 3 Min
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Präsentierten die Kooperation. HAK-Direktor Alexander Lonyai, Alexander Kubin (Obmann der Sparte Bank und Versicherung), Ulrike Cámara-Ehn (Spartengeschäftsführerin) und Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz.
Foto: WK
Die HAK Oberwart ermöglicht ab Herbst den Abschluss erstmals in Österreich in Form einer Online-Ausbildung. Begleitend dazu wird künftig ein Ausbildungsschwerpunkt auf Finanz- und Risikomanagement gelegt, wozu man eine Kooperation mit der Wirtschaftskammer abgeschlossen hat.
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Innovation wird in der HAK Oberwart groß geschrieben. Zu Jahresbeginn präsentierte man sich als erste Schule Österreichs, in der es möglich ist, den HAK-Abschluss online zu absolvieren. Die Ausbildung, die sich an Personen mit Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung, die sich für ihren beruflichen Weg vor allem im kaufmännischen Bereich ortsunabhängig qualifizieren möchten richtet, dauert vier Semester und ist kostenlos. Gestartet wird im September 2022.

HAK-Abschluss online: Ausbildung ist kostenlos

„Die komplette Ausbildung ist kostenlos. Es fallen keine Studiengebühren an und es wird auch das Unterrichtsmaterial kostenlos im Rahmen der Schulbuchaktion zur Verfügung gestellt“, erklärt der Direktor der HAK Oberwart, Andreas Lonayi.

Der Unterricht findet zur Gänze online statt. „Es wird auch eine Mediathek eingerichtet. Drei Mal in der Woche wird es einen Life-Online-Unterricht geben. Wird eine Unterrichtseinheit verpasst, kann diese jederzeit in der Mediathek abgerufen und nachgeholt werden. Das ermöglicht maximale Flexibilität bei der berufsbegleitenden Ausbildung“, erklärt Lonayi.

Damit nicht genug, wartet bereits die nächste Premiere für die Schule. In Kooperation mit der HAK Oberwart wird im Herbst nämlich erstmals der von der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer entwickelte Ausbildungsschwerpunkt „Finanz- und Risikomanagement - FiRi“ im Burgenland angeboten. Alexander Kubin, Obmann der Sparte erklärt: „Den richtigen Umgang mit Geld sollten junge Menschen möglichst schon in der Schule lernen. Finanzkompetenz ermöglicht bessere Entscheidungen bei Veranlagung und Krediten und fördert das tiefergehende Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge.“

Beim Ausbildungsschwerpunkt gibt es einen starken Praxisbezug, die Arbeitsgruppe setzt sich aus Lehrern und Experten von Banken, Versicherungen und der Wirtschaftskammer zusammen. Die Lehrunterlagen werden von Banken und Versicherungen erstellt und sind so immer up to date. Obendrein gibt es die Möglichkeit mit einem Zertifikat abzuschließen.

Alexander Lonyai, Direktor HAK Oberwart dazu: „Gerade in der heutigen Zeit der Informationsflut ist Finanzbildung eine Schlüsselqualifikation und stellt einen wichtigen Teil der Allgemeinbildung dar. Das Projekt bringt den Schülern das Thema in leicht verständlichen Schritten näher.“

Von einem „Vorzeigeprojekt“ spricht auch Bildungsdirektor Heinz Zitz: „Neben der kaufmännischen Qualifikation werden im Ausbildungsschwerpunkt bank- und versicherungsspezifische Inhalte mit anerkanntem Zertifikat abgeschlossen. Diese, in Österreich bislang einzigartige, Ausbildung bringt qualifiziertes Personal hervor und genau dieses ist heutzutage gefragter denn je“, so Zitz.

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