So klimafit könnte die Innenstadt werden

Erstellt am 03. August 2022 | 10:33
Lesezeit: 3 Min
Im Sommer 2021 als Bürgerbeteiligungsprojekt in Oberwart gestartet, hat eine Jury den Sieger gekürt. Läuft alles nach Plan und wird man sich auch finanziell mit dem Projektgewinner einig, dann könnte man frühestens 2024 mit der Umsetzung starten. Für die Bevölkerung wird es dann zwar weniger Parkflächen geben, dafür aber mehr Natur.
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Einen lebenswerten, zukunfts- und klimafitten Ort für alle Menschen in der Stadt zu schaffen, mit dieser Intention startete die Stadtgemeinde im Sommer 2021 mittels einstimmigem Gemeinderatsbeschluss das Bürgerbeteiligungsprojekt „Ihre Ideen für unser Stadtzentrum“.

Mittlerweile steht das Siegerprojekt, welches aus der Feder des Büros „3:0 Landschaftsarchitektur“ aus Wien stammt und von einer 9-köpfigen Jury gekürt wurde, fest.

Das Konzept verspricht den Bürgerinnen und Bürgern viel: Rund 200 neue Bäume, Wasser und reichlich Sitzgelegenheiten sollen für Aufenthaltsqualität sorgen. „Das Herzstück des Projekts ist die durchgängige Promenade, die sich von der Südtirolersiedlung bis zum Hauptplatz erstreckt. Neben Spiel- und Sportmöglichkeiten entlang der Strecke soll es im Bereich der Südtirolersiedlung auch „Zwillingsgärten“ geben.

Der Rathausplatz soll mit einer neuen großzügigen Mitte überzeugen und flexibel für große, aber auch kleine Veranstaltungen genützt werden können. Ein Nebelbrunnen soll dem spielerischen Abkühlen im Sommer dienen“, erklärt Oliver Gachowetz vom Büro „3:0 Landschaftsarchitektur“.

Die Planung, so sieht es das Siegerprojekt vor, soll nach dem Schwammstadt-Prinzip erfolgen, dass den Bäumen auch unter befestigten Flächen genügend Wurzelraum, Nährstoffe, Luft und Wasser zum Wachsen bietet. „Gleichzeitig soll es als Wasserspeicher dienen, in den die Regenmengen vom Platz eingeleitet werden können, um das Kanalsystem zu entlasten“, weiß Gachowetz.

Mit einer Begegnungszone im Bereich des Hauptplatzes, will man für eine deutliche Verkehrsentlastung sorgen. Im gesamten Bereich der Promenade soll ein Radweg entstehen und den Busbahnhof will man im Bereich des Bad-Parkplatzes ansiedeln.

Weniger Parkplätze und ein Stadtbus am Plan

Für Autofahrer würde die Umgestaltung des Stadtzentrums in eine klimafitte Promenade auch bedeuten, dass etliche Parkplätze verloren gingen. „Hier ist der Plan Ausgleichsflächen in der Umgebung zu schaffen, aber auch das Thema Stadtbus wird dann interessant werden“, verrät Stadtchef Georg Rosner. Mit den Rückmeldungen aus dem Bürgerbeteiligungsprojekt habe man den Beweis, so Rosner, dass sich die Menschen einen Ort zum Wohlfühlen mit viel Grün und weniger Verkehr erwarten.

„Mit dem Siegerprojekt machen wir dahingehend einen wichtigen Schritt“, ist der Stadtchef überzeugt. Jener Entwurf soll jetzt in einem weiteren Schritt als Grundlage für die Detailplanung gelten.

„Wir starten nun das Verhandlungsverfahren mit dem Siegerbüro des Wettbewerbes. Thema dieser Verhandlungen werden das Projekt, der Projektumfang, die Empfehlungen des Preisgerichts, die Projektleitung, die Zusammensetzung des Projektteams, die geplante Projektabwicklung und das Honorar sein. Wird man sich in all den Punkten einig, dann kann im Gemeinderat der Beschluss zur Beauftragung erfolgen“, erklärte Amtsleiter Roland Poiger.

Für all das will man das Jahr 2023 nützen. In Umsetzung würde das Projekt frühestens 2024 gehen. Über eine Obergrenze der Kosten wollte man sich nicht noch nicht äußern.

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