Spital-Neubau ist im Fokus. Für die Nachnutzung des Spitals gibt es viele Optionen, eine davon ist ein Trainingszentrum der „Danube Private University“.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. November 2019 (04:25)
Keine Abrissbirne für das Krankenhaus Oberwart. Die Grüne-Landessprecherin Regina Petrik fordert einen innovativen Beteiligungsprozess.
Gollubits-Prath

Das neue Krankenhaus ist noch nicht gebaut, aber die Nachnutzung des jetzigen Spitals sorgte dieser Tage wieder für ordentlich Gesprächsstoff. Geht es nach Regina Petrik, Landessprecherin der Grünen, hat das Gebäude jede Menge Potential, so „könnte ein Museum, ein Bürozentrum samt modernen Co-Working-Plätzen oder ein Pflegehub mit angeschlossener Pflegeschule - oder eine Kombination aus verschiedenen Branchen unter einem Dach entstehen. Aber was auf gar keinen Fall passieren darf, ist ein Abrissbeschluss im Hinterzimmer“, warnt Petrik, die sich einen innovativen Beteiligungsprozess ganz nach den Plänen der Magdeburgkaserne in Klosterneuburg für die Nachnutzung des Gebäudes wünscht.

Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) steht möglichen Nachnutzungsplänen aufgeschlossen gegenüber. „Grundlegend gilt zu sagen, dass erstmals der Bauzustand erhoben werden muss und auch die Finanzierung soll gut durchdacht sein. Auf keinen Fall darf die Wohnqualität der Anrainer, aufgrund einer noch höheren Frequenz, beeinträchtigt werden“, so Rosner.

Die Stadtgemeinde hat zudem im Baubescheid verankert, dass der Eigentümer des Gebäudes — die KRAGES — spätestens mit der Eröffnung des neuen Krankenhauses (2024) die Stadtgemeinde über die Nachnutzungspläne informieren muss.

Seitens der KRAGES verweist man auf den Lenkungs- und Bauausschuss, der sich intensiv mit dem Gebäude auseinandersetzt. „Unser Fokus liegt derzeit aber vor allem beim Neubau. Alle Ressourcen sind auf den Baustart und die Ausschreibung gerichtet“, heißt es von der KRAGES. Für gute Ideen, was die Nachnutzung des Gebäudes betrifft, sei man aber immer offen.

Trainingszentrum als mögliche Option

Eine mögliche Variante könnte ein Trainingszentrum der „Danube Private University“ sein, mit der die KRAGES eine Kooperation eingegangen ist. „Es gibt eine Absichtserklärung ein solches Zentrum in Oberwart zu errichten. Details gibt es allerdings noch nicht, die Entwicklung steht noch ganz am Anfang. Die Überlegungen könnten aber in diese Richtung gehen“, hält sich die KRAGES noch zurück.