Stadt winkt Radweg durch. Nach emotionalen Debatten stimmten alle Fraktionen der Umsetzung eines Radweges auf der Bahnlinien zu.

Von Carina Fenz. Erstellt am 04. Februar 2021 (04:15)
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Wie die BVZ bereits in der Vorwoche berichtete, hat das Land die Bahnstrecke zwischen Oberschützen und Oberwart und von Großpetersdorf bis Rechnitz von der Südburgenländischen Regionalbahn erworben. Auf dem 36-Kilometer langen Abschnitt soll ein Radweg errichtet werden. Um möglichst viele Förderungen zu lukrieren, war auch der Gemeinderat angehalten — im Sinne der Gemeindekooperationen — einen Gestattungsvertrag zu beschließen. Der Beschluss fiel einstimmig, sorgte im Vorfeld aber für emotionale Plädoyers, unter anderem von den VP-Gemeinderäten Stefan Rath und Stefan Marth.

Rath sprach davon, dass das Land die Wirtschafts- und Klimapolitik aufgebe, weil es kein Bekenntnis zum Bahnverkehr im Südburgenland abgebe. Marth hingegen davon, dass der Bahnausbau überall vorangetrieben werde, man nur im Süden dem Gleisabbau zuschauen müsse. Die Grüne-Gemeinderätin Dagmar Frühwirth-Sulzer sprach sich „als Grüne natürlich“ dafür aus, „auch weil die Gleise ohnehin schon weg sind“ und merkte an, dass man sich seitens der Stadt dafür stark macht, „die Bäume entlang des zukünftigen Radweges zu schonen und statt Beton auf Schotter zu setzen“.