„Strickmadame“ Frühwirth-Sulzer ist neu im Gemeinderat. Mit 60 Jahren schaffte Dagmar Frühwirth-Sulzer den Sprung in den Oberwarter Gemeinderat. Sie folgt Maria Racz nach, die sich zurückzieht.

Von Carina Fenz. Erstellt am 28. November 2020 (03:38)
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Mit 60 Jahren schaffte Dagmar Frühwirth-Sulzer den Sprung in den Gemeinderat. Sie folgt Maria Racz.
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Vor ziemlich genau acht Jahren ist Maria Racz, als erste GRÜNE-Mandatarin in den Gemeinderat eingezogen. Jetzt hat sie sich entschlossen — aus privaten Gründen — der Stadtpolitik den Rücken zu kehren. Ihre Nachfolge hat die bisherige Ersatzgemeinderätin Dagmar Frühwirth-Sulzer angetreten. Im Zuge der letzten Gemeinderatssitzung wurde sie auch offiziell angelobt. Neuer Ersatzgemeinderat ist Manfred Kainz. Die 60-Jährige ist im Frühjahr 2015 „offiziell bei den GRÜNEN angedockt“. „Weil ich schon immer in diese Richtung tendiert habe“, erklärt Frühwirth-Sulzer, die sich in der Region auch als „Strickmadame“ einen Namen gemacht hat. Die Mutter eines Sohnes betreibt nämlich — trotz Pensionierung — ein Wollgeschäft in Oberwart, um so ihrer großen Leidenschaft nachzugehen.

Auch wenn Frühwirth-Sulzer als einzige GRÜNE im Gemeinderat vertreten sein wird, will sie ihrer „Grüne-Stimme“ Gehör in der Stadt verschaffen. „Gerade in einer Stadt wie Oberwart, wo immer gebaut wird, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Bodenversiegelung und die teilweise gedankenlose Verbauung gestoppt wird“, erklärt Frühwirth-Sulzer, die vor allem auf Umweltthemen setzen will und sich als Kontrollinstanz sieht. Es sei wichtig, ständig zu hinterfragen, warum etwas passiert und vor allem wie. „Vor allem auch in Sachen Leerflächen liegt in Oberwart so viel Potenzial brach, das genützt gehört“, ist die 60-Jährige überzeugt. Themen, wie der Stadtbus oder die Verkehrsberuhigung, sind Frühwirth-Sulzer große Anliegen.

„Da haben wir großen Nachholbedarf“

„Als Anrainerin der Hauptstraße kann ich da noch dazu sehr gut aus eigener Erfahrung mitreden. Aber auch fehlende Radwege sind in der Stadt ein Problem, auf das ich aufmerksam machen will. Es kann so viel in diese Richtung gemacht werden, da haben wir großen Nachholbedarf in der Stadt“, ist sie überzeugt.