Team Österreich Tafel zieht um. Team Österreich Tafel sucht neue Ausgabestelle. Bisheriger Standort wird generalsaniert und zu Bürogebäude.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:23)
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Denkmalgeschützt. Im Haus in der Ambrosigasse 15 war die ehemalige jüdische Schule beheimatet. Seit 2016 hat die Team Österreich Tafel hier ihre Ausgabestelle.

Das Gebäude in der Ambrosigasse 15, neben der Musikschule, sieht nicht nur alt aus, es ist auch alt. Zumindest alt genug, um unter Denkmalschutz zu stehen. Die Immobilie, eine ehemalige jüdische Schule, war zuletzt im Eigentum der BELIG. Das Interesse am Gebäude ist groß, vor allem an der künftigen Nutzung. Auch zahlreiche BVZ-Leser wollten wissen, wie es mit dem Gebäude weitergeht. Die BVZ hat nachgefragt: Mit Anfang September hat das Unternehmen Pöll Immobilien das Haus erworben. Die Kaufverhandlungen seien, so Geschäftsführer René Pöll, „bereits seit Langem im Laufen gewesen. Jetzt hat es geklappt.“

Pöll Immobilien bietet Alternativen für TÖT

Seit 2016 ist die Team Österreich Tafel Oberwart (TÖT) in dem Haus zur Miete. Die Organisation, die ein gemeinsames Projekt von Ö3 und dem Roten Kreuz ist, hat hier ihre Ausgabestelle. Jeden Samstagabend werden in der Ambrosigasse Lebensmittel an Bedürftige ausgeteilt. Mit dem Verkauf des Hauses und dem geplanten Umbau müssen die TÖTIS sich jetzt allerdings eine neue Bleibe suchen.

Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Rudolf Luipersbeck: „Das Rote Kreuz Oberwart baut eine neue Bezirksstelle und der aktuelle Plan sieht vor, dass wir die Team Österreich Tafel dann, wenn der Neubau fertig ist, in die jetzige Bezirksstelle in die Billrothgasse übersiedeln. Bis der Neubau steht, brauchen wir allerdings eine Übergangslösung für etwa ein Jahr.“ Die versucht man jetzt gemeinsam zu finden. Konkrete Infos wollte Luipersbeck dazu noch nicht liefern, Optionen gäbe es aber genug. „Auch die Firma Pöll hat uns dankenswerterweise alternative Standorte angeboten.“

Das Haus in der Ambrosigasse wird, so der neue Eigentümer René Pöll, in den kommenden Monaten generalsaniert und in ein Bürogebäude umgebaut werden. „Dabei sind wir in regem Austausch mit dem Bundesdenkmalamt,“ erklärt Pöll weiter und verrät außerdem: „In die fertigen Räumlichkeiten wird dann ein Sachwalterschaft Unternehmen einziehen.“ Die Sanierungsarbeiten starten im November, bereits im Jänner des nächsten Jahres soll das Haus bezugsfertig sein.