Mammutaufgabe: Der „Osto“ im Westen. Andreas Osztovits „schupft“ Afrikas größtes Konferenzzentrum. Tausende Teilnehmer, zig verschiede Sprachen, hunderte Mitarbeiter – und ein Südburgenländer.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 01. März 2017 (12:06)
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Große Sache. Andreas Osztovits in einem der Tagungsräume im CIC-Alger. Der Zwei-Meter-Mann lebt und arbeitet seit September 2016 in Algier. Davor war er im AVITA Resort in Bad Tatzmannsdorf tätig.
BVZ, zVg

Sein Motto: „Es gibt für alles eine Lösung.“ Dass Andreas „Osto“ Osztovits für die konsequente Umsetzung seiner Arbeitsphilosophie allerdings auch Nerven aus Stahl braucht, erklärt sich angesichts seines Aufgabenbereiches fast von selbst.

Der gebürtige Oberwarter ist Director of Operation F&B im CIC Alger, Afrikas größtem Konferenz- und Tageszentrum, und somit verantwortlich dafür, dass alle Veranstaltungen dort reibungslos ablaufen.

Den Überblick über die Geschehnisse auf 270.000 Quadratmeter Fläche, 174 Tagungsräume, zwölf Restaurants und tausende von Gästen zu behalten ist wahrlich kein beruflicher Ponyhof.

Imposanter Arbeitsplatz. Das CIC - Alger wurde von Italiens Stararchitekten Fabrizio Fabris entworfen und wird von einer österreichischen Firma betrieben. Den Überblick über einen Großteil der Abläufe im Haus behält dabei der gebürtige Oberwarter Andreas Osztovits.
BVZ

Seit September 2016 lebt und arbeitet der 34-Jährige in Algier, der Hauptstadt Algeriens. „Ein ehemaliger Arbeitskollege aus dem Burgenland hat mit meinem jetzigen Chef Golf gespielt. Der war auf der Suche nach jemandem, der sich im Bereich Tourismus und IT gut auskennt. So kam eins zum anderen und ich ins CIC Alger“, erzählt Osztovits im Gespräch mit der BVZ.

Von der Therme an die afrikanische Küste

Afrikas größtes Konferenzzentrum wird von Kora Hospitality , einer österreichischen Firma, gemanagt. Die internationale Energiekonferenz mit dem anschließenden OPEC-Treffen sowie die Afrika Investment Konferenz mit mehreren tausend Teilnehmern hat der Südburgenländer Andreas Osztovits in seiner Tätigkeit im CIC bereits gemeistert.

„Ich koordiniere die Food and Beverage Planungen mit den Bereichen Verkauf, Guest Relations, Security, Technik und Finanzen. Mein Arbeitstag hat im Schnitt zehn Stunden, manchmal auch siebzehn, und das meist sechs Tage die Woche.“

Das OPEC Treffen sei natürlich ein Highlight der ersten Monate vor Ort gewesen.

Besonders gerne erinnert sich der mit einer Körpergröße von zwei Metern fast unübersehbare Burgenländer auch an den Besuch des algerischen Präsidenten. „Ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren noch einige wichtige Staatsmänner hier im CIC begrüßen werde“, so der 34-Jährige, dessen Vertrag vorerst bis August 2018 läuft.

„Die Algerier sind ein sehr freundliches Volk. Ich verstehe mich mit ihnen sowohl beruflich als auch privat bestens.“Andreas „Osto“ Osztovits

Wenn seine spärliche Freizeit es zulässt, erkundet der ausgebildete Tourismusmanager seine Wahlheimat Algerien. Osztovits: „Die Algerier sind ein sehr freundliches Volk. Ich verstehe mich mit ihnen sowohl beruflich als auch privat bestens.“

In seiner Freizeit spielt der Oberwarter leidenschaftlich gerne Golf. Ansonsten bleibt für Sport wenig Zeit. Und trotzdem läuft der ehemalige Basketballer heute so viel wie kaum zuvor in seinem Leben: „Da das Center so riesig ist, lege ich an langen Arbeitstagen schon mal 32 Kilometer zurück.

Im Monat sind es vier- bis fünfhundert Kilometer. Zumindest verrät mir das mein Schrittzähler – und an manchen Tagen auch meine schmerzenden Beine, wenn ich schlafen gehe“, schmunzelt der wohl aktuell „größte“ Österreicher in Afrika.