Streit um ausgestellte Tiere: Inform bangt um Besucher. Die Inform in Oberwart, eine Familienmesse mit 18.000 bis 20.000 Besuchern, bangt um ihre Besucher und eine ihrer Attraktionen, nachdem es zu einem Streit zwischen den ausstellenden Tierzuchtverbänden und einer Amtstierärztin gekommen ist.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 05. September 2018 (15:32)
Die Messe Oberwart
NOEN, Pekovics

Laut dem Geschäftsführer der Burgenland Messe, Markus Tuider, würden die Züchter nun überlegen, künftig keine Tiere mehr auszustellen. Ein Auslöser der Auseinandersetzung sei der abfällige Umgangston der Amtstierärztin gegenüber den Ausstellern gewesen, bestätigte Wolfgang Pleier, Geschäftsführer des burgenländischen Geflügelverbandes, am Mittwoch einen Bericht der "Kronen Zeitung". Zudem sei es um "Formalismen" und kurzfristig gestellte Auflagen gegangen. Die Aussteller hätten das Gefühl, nicht mehr willkommen zu sein.

Auch Daniela Höller, Geschäftsführerin des burgenländischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes, kritisierte überbordende Auflagen und Bürokratie. "Man kann's auch übertreiben", sagte Höller. Den Ausstellern seien unnötig Steine in den Weg gelegt worden. Die Tierzüchter hätten sich zudem über den Umgangston der Amtstierärztin beschwert.

Laut Pleier würden die Züchter die Tiere zudem gerne alle fünf Tage bei der Messe ausstellen. Dies sei in der Vergangenheit möglich gewesen, seit vorigem Jahr wären aber nur mehr für drei Tage gestattet. Bei anderen Messen sei dies hingegen kein Problem.

Tuider sah den Streit als "Katastrophe". "Mittelfristig bin ich der Meinung, dass die Inform ohne den Messestall nicht funktionieren kann", meinte Tuider. In der Vergangenheit seien einige Jahre lang keine Tiere ausgestellt worden, woraufhin die Zahl der Besucher massiv zurückgegangen sei. Der Messestall sei das Alleinstellungsmerkmal der Veranstaltung. Er wolle nicht in ein paar Jahren der "Totengräber" der Inform sein. Bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft und der Veterinärdirektion war bis Mittwochnachmittag niemand für eine Stellungnahme verfügbar.