Kunst für „70-plus“: Hier kommt die „Urli-Gang“. Paul Mühlbauer und Co. sorgten mit einer starken Aktion in Olbendorf für Aufsehen: Pensionisten versuchten sich an Graffiti und Rap. Fortsetzung in anderen Bezirken in Planung.

Von Eva-Maria Leeb und Carina Fenz. Erstellt am 30. Oktober 2019 (09:47)

Sprühende Lebensfreude hielt in der Vorwoche in Olbendorf Einzug. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt, nur dem Alter, denn nur Personen über 70 Jahre durften bei der Graffiti-Aktion beim Olbendorfer Gemeindeamt teilnehmen.

Die Idee ist in einer Kooperation zwischen dem Olbendorfer Künstler Paul Mühlbauer, Rainer Paul und Christian Ringbauer vom „kunstpark sued“, der Gemeinde mit Bürgermeister Wolfgang Sodl und dem Pensionistenverband mit Obmann Helmut Bieler entstanden. Auf einer ausgewählten, von der Gemeinde bereitgestellten Wandfläche, sind in diesem Rahmen Graffitis entstanden.

„Medizin statt Heroin“, „Resl“ und „Uiwandoaf“ sind nur drei der knallbunten Schriftzüge, die von den Damen und Herren der „Urli-Gang“ an die Wand gesprüht wurden. „Ziel des Projektes ist es, einerseits die Kreativität der Pensionisten zu fördern und andererseits die eigene kreative Ader wieder neu zu beleben“, erklärt Paul Mühlbauer.

Die Pensionisten konnten dabei entweder mit vorgefertigten Schablonen arbeiten oder frei Hand mit verschiedenen Dosen „sprayen“. „Um den Vormittag so kreativ wie möglich zu gestalten, wurde durch ,Wortspenden‘ ein Rap zusammengetragen und zusätzlich ein kleiner Film über das Projekt gedreht“, freut sich auch Pensionisten-Obmann Helmut Bieler, der die Aktion begleitete.

Sowohl den Film als auch das gemeinsam aufgenommene Musikstück bekamen die fleißigen Mitglieder der „Urli-Gang“ am Tagesende überreicht. „Wir würden solche Projekte auch gerne an anderen Orten organisieren“, hofft Mühlbauer auf eine Fortsetzung des Projektes.