Wir sind Hannersdorf. Es tut sich viel in Hannersdorf. Drei Unternehmen erzählen von ihren Erfolgen. Man wartet auf den Storch und das Bad hat wieder geöffnet und ein neues Angebot im Kindergarten ist in Planung.

Erstellt am 17. Juni 2020 (11:23)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Park Baum Symbolbild
Valentin Sabau auf Pixabay

Im Gespräch:

BVZ: Geben Sie uns einen kurzen Einblick in Ihre Firmengeschichte?

440_0008_7875454_owz25cari_or_hannersdorf_clemens_weinha.jpg
Clemens Weinhandl, Geschäftsführer Pinkataler Schotterwerke
zVg

Clemens Weinhandl: Die Pinkataler Schotterwerke werden seit 1928 von der Familie Weinhandl geführt. Da wir großen Wert auf Regionalität legen, versorgen wir mit unseren Materialien vor allem Kunden aus dem Südburgenland und Teilen der Steiermark und Niederösterreich, viele davon seit Generationen. Unsere bekannte Zuverlässigkeit gepaart mit dem steten Streben nach Nachhaltigkeit und unseren hochwertigen Produkten macht uns zu einem verlässlichen Partner für Bauunternehmer, Gemeinden und private Häuslbauer.

BVZ: Welche Dienstleistungen bzw. Produkte bieten Sie an?

Weinhandl: Die Pinkataler Schotterwerke können im Kantkornbereich jeden Wunsch abdecken. Die Palette reicht in Burg von hellen plattigen Natursteinen bis zu terradiabas.at, der Hannersdorfer Dolomit wiederum wird aufgrund seines Kalkanteils besonders fest. Und was uns ganz wichtig ist, wir sind ein privater und regionaler Partner ohne Konzerneinfluss und garantieren für beide Steinbrüche 100% Asbestfreiheit unseres Materials. In unserem Handeln übernehmen wir Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Menschen.

BVZ: Haben Sie ein Firmenmotto? Wenn ja, verraten Sie uns Ihre Firmenphilosophie?

Weinhandl: „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen! Oder: Leben und leben lassen!“ Wir versuchen, unseren Familienbetrieb im Einklang mit Natur und Mensch so zu führen, dass wir rund 20 Menschen weiterhin sichere und regionale Arbeitsplätze bieten können.

BVZ: Wie kam es dazu Landwirt zu werden?

440_0008_7875508_owz25cari_or_hannersdorf_bernhard_klepi.jpg
Bernhard Klepits, Landwirt
zVg

Bernhard Klepits: Die Faszination und Begeisterung für die Landwirtschaft hatte ich schon im Kindesalter, da meine Eltern den Hof schon in zweiter Generation übernommen haben. Somit bin ich am Hof aufgewachsen und habe auch viel gelernt. Später habe ich jedoch kurzfristig einen anderen Beruf gewählt, aber die Landwirtschaft ließ mich einfach nicht los. Heute führen wir einen Ackerbaubetrieb mit Tierzucht. Wir haben jetzt 30 Mutterkühe, einen Stier und rund 30 Kälber, 450 Freilaufgänse und 25 Hühner.

BVZ: Haben Sie eine Philosophie am Hof?

Bernhard Klepits: Mit dem Kreislauf der Natur mitarbeiten sowie das notwendige Fingerspitzengefühl zu haben. „Wir sind nur Gast auf der Erde“, so Bernhard, und: „Man muss nicht das Optimum erzeugen.“ Dafür aber müsse man die Welt erhalten für die Nachfahren.

BVZ: Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft aus?

Bernhard Klepits: Schwer zu sagen, wie die Zukunft der Landwirtschaft aussieht, da viele beziehungsweise mehrere Faktoren davon abhängig sind. Ich persönlich stehe der Landwirtschaft positiv gegenüber und bin sehr optimistisch, was die Zukunft anbelangt. Regionalität ist nicht nur für uns in der Landwirtschaft ein großes Thema, sondern in aller Munde. Die Leute wollen immer mehr wissen über ihre Lebensmittel – wo das Fleisch herkommt oder auch die Milch. Somit haben landwirtschaftliche Erzeugnisse eine immer größere Wertigkeit, was wichtig und gut ist.

BVZ: Geben Sie uns einen kurzen Einblick in Ihren Arbeitsalltag am Hannersberg?

Ronald Gollatz: Der Arbeitsalltag am Hannersberg ist geprägt davon, Brautpaare zu begleiten, die ihre Hochzeiten bei uns feiern. Eigentlich ist die Corona-Bilanz, was die Anzahl der Hochzeiten und Anfragen betrifft fast positiv, weil wir sehr viele Anfragen von Brautpaaren haben, die wo anders nicht feiern konnten oder möchten. Der andere Teil des Arbeitsalltages ist geprägt von vielen Erneuerungen, die wir in der Coronazeit vorgezogen haben — unser Hochzeitsberg kommt schöner zurück. Ein Teil ist die Planung für das Kaufhaus, das wir noch in diesem Jahr eröffnen möchten.

BVZ: Welche Dienstleistungen bzw. Produkte bieten Sie an?

440_0008_7875915_owz25cari_or_hannersdorf_ronald_gollatz.jpg
Ronald Gollatz, Unternehmer
zVg

Gollatz: Mein Herzblut und Leidenschaft ist unser Hannersberg, der sich als Hochzeitsberg einen Namen gemacht hat. Dann haben wir den Würstelstand Kaiserzeit in Wien und die Firma Hannersberg Event KG, mit der wir Eventgastronomie machen, vom Donauinselfest bis zum Filmfestival am Rathausplatz. Mit dieser Firma betreiben wir auch die Leo Hillinger Weinbar in Kitzbühel. Im Kern sitzt meine PR-Agentur, mit der wir tolle Kunden wie Coca-Cola, Römerquelle, die Sporthilfe, Sports Media Austria und KESCH begleiten.

Haben Sie ein Firmenmotto? Wenn ja, verraten Sie uns Ihre Firmenphilosophie?

Gollatz: Am Hannersberg arbeiten wir nach dem Motto „Wir geben der Tradition neuen Schwung.“ Generell möchten wir unaufdringlich, professionell, zuverlässig unsere Kunden bestmöglich begleiten.