Oberwart: Langes Warten auf den Eintrittstest. Der Andrang in der Teststraße am Messegelände war enorm. Ausgebaut wird „vorerst“ nicht.

Von Carina Fenz. Erstellt am 28. Mai 2021 (05:26)
Der Ansturm am Pfingstwochenende im BITZ in der Messehalle war enorm. Vor allem am Sonntag kam es zu langen Wartezeiten.  Foto: Lexi/Archiv
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Dass man, will man im Wirtshaus ein Schnitzel oder im Kaffeehaus einen kleinen Braunen genießen, einen negativen Coronatest mitbringen muss, ist eine Woche nach Öffnung der Gastronomie für viele Gäste kein Problem mehr. Ein Problem aber, vor allem am Pfingstwochenende, war es, zu einem „spontanen“ Coronatest zu kommen. Vor allem am Sonntag spielte sich in der größten Teststraße im Bezirk, jener in der Messehalle in Oberwart, so einiges ab.

Letztendlich wurden über 2.000 Tests an einem Tag gemacht, was vor allem die Mitarbeiter des Bundesheeres und des Roten Kreuzes an ihre Belastungsgrenze brachte und so manchen zittern ließ, ob er noch rechtzeitig vor Testschluss um 19 Uhr drankommt.

Den Modus hat man bereits vor Tagen geändert: Die Laufzettel — hat man ihn vergessen zu Hause auszudrucken — werden nicht mehr vom Personal ausgefüllt, sondern das muss man jetzt selbst machen. Das soll vor allem für einen schnelleren Ablauf sorgen, um die Menge an Tests bewältigen zu können. Kritik gab es aber vor allem daran, dass teilweise nur eine Teststation offen war und nicht an allen vieren durchgehend getestet wurde — vor allem zu Stoßzeiten.

Der Ruf nach mehr Testmöglichkeiten war dementsprechend laut aus der „feiernden“ Bevölkerung zu hören. Die BVZ hat im Büro von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil nachgefragt, ob ein Ausbau der Testkapazitäten angesichts des Ansturms in Oberwart angedacht ist. Die Antwort: „Vorerst nicht.“ Die logische Erklärung dazu lässt aber für Verständnis sorgen.

„Wir haben im Burgenland das Testangebot vervielfältigt. Mit dieser Woche sind in Kooperation mit der Wirtschaftskammer betriebliche Testungen angelaufen. Seit vergangenem Freitag sind zudem die digital überwachten Selbst-Tests möglich“, heißt es aus dem LH-Büro. In dieser Kombination erhoffe man sich durch die Aufteilung eine Entlastung aller Angebote. Sollte dies aber nicht passieren, dann will man in den Teststraßen auf jeden Fall nachjustieren, was allerdings gar nicht so einfach werden könnte, denn das Bundesheer will sich schrittweise von den Testungen zurückziehen.