Ära von Kurt Urbauer endet: „Jeder ist musikalisch“

Erstellt am 20. Juni 2022 | 05:02
Lesezeit: 3 Min
Einer der ganz Großen in der regionalen Musikszene von Pinkafeld geht in Pension ...
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... und auch wenn er den Rummel um seine Person nicht mag, kann kaum bestritten werden, Kurt Urbauer prägte Generationen von Musikern in der Umgebung. Sei es als Lehrer in der Musikschule oder einer der Schulen, in denen Urbauer unterrichtete oder als Kapellmeister der Stadtkapelle Pinkafeld.

Aber wer steckt hinter der Musikerlegende, die sich selbst nie ins Rampenlicht drängte? Er ist familienverbundener bescheidener Mensch, der bereits im Kindesalter mit dem Musikmachen begann. „Damals hab ich aber auch ab und an geschwänzt, um Fußball zu spielen“, erzählt Urbauer schmunzelnd. Dennoch entwickelte Kurt Urbauer eine enorme Leidenschaft für die Musik. Er studierte zuerst Kirchenmusik und dann Posaune und belegte einen Kurs zum Kapellmeister.

Zeitgleich übernahm er die Stadtkapelle, und begann an verschiedenen Bildungseinrichtungen zu arbeiten. Bis zum Ende des Schuljahres wird Urbauer seine Lehrtätigkeit an der HLW Pinkafeld und der Musikschule noch fortsetzen. Dann ist aber Schluss, denn Urbauer geht in Pension. Auch in der Stadtkapelle möchte er in Zukunft kürzertreten.

„Möchte Zeit mit meiner Familie verbringen“

Über die Jahre lernte Urbauer zahlreiche MusikerInnen kennen, unzählige aus der Region hatten Musikunterricht bei ihm. „Einer meiner heute bekanntesten Schüler war der heutige Landeshauptmann“, erzählt Kurt Urbauer und holt während des Gesprächs alte Bilder hervor.

Was er über all die Jahre in der Musikbranche gelernt habe? „Jeder Mensch ist musikalisch, das Talent ist eben bei einem mehr da - beim anderen weniger“, ist Urbauer bis heute überzeugt. Etwas, das er auch seinen SchülerInnen und deren Eltern immer näher zu bringen versuchte. Genauso wie den Spruch „Talent reicht nicht, ohne Training und Üben geht es einfach nicht.“

Was er jetzt in der Pension vermissen werde? „Mir werden die SchülerInnen fehlen, mit denen ich besonders gerne gearbeitet habe.“ Er freut sich aber auch, endlich mehr Zeit für seine Familie zu haben. „Die ist in den letzten Jahren ab und an zu kurz gekommen, ohne ihre Unterstützung und Geduld hätte ich meinen Job nie so machen können“, meint Urbauer. Ganz werde er sich aber nicht zurückziehen, auch in Zukunft werde er die Stadtkapelle unterstützen und auch seine Funktionen in der Pfarrgemeinde Markt Allhau werde er in naher Zukunft nicht abgeben, so Urbauer abschließend.

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