„Aktion 20.000“ schafft neue Jobs im Kinderdorf

Durch die „Aktion 20.000“ haben mittlerweile 46 Langzeitarbeitslose über 50 einen Job gefunden, drei davon im Kinderdorf.

Eva-Maria Leeb
Eva-Maria Leeb Erstellt am 09. November 2017 | 05:58
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Neue Arbeitsplätze in Pinkafeld. Kinderdorf-Leiter Marek Zeliska, AMS-Landeschefin Helene Sengstbratl und „Aktion 20.000“-Projektleiter Horst Franz.
Foto: BVZ, Leeb

Die Umsetzung der „Aktion 20.000“ entwickelt sich, laut AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl, sehr erfolgreich. Das sagte sie im Rahmen einer Pressekonferenz im SOS Kinderdorf in Pinkafeld.

Arbeitsplätze für über 50-Jährige schaffen

Die „Aktion 20.000“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales läuft seit 1. Juli, vorerst im Bezirk Oberwart als Pilotregion. Das AMS Burgenland hat das Ziel, im Rahmen der Initiative burgenlandweit 700 zusätzliche, gemeinnützige und wettbewerbsneutrale Arbeitsplätze zu schaffen. Österreichweit sollen es 20.000 Arbeitsplätze bei gemeinnützigen Arbeitgebern sein. Gefördert werden Menschen, die über 50 Jahre alt und seit mindestens einem Jahr arbeitslos sind.

„Das SOS Kinderdorf ist ein gemeinnütziger Verein, der im Burgenland flächendeckend tätig ist. Wir haben im Rahmen der ‚Aktion 20.000‘ mehrere zusätzliche Arbeitskräfte in verschiedenen Bereichen im SOS Kinderdorf Pinkafeld beschäftigt, und so kommen wir auch in den Genuss dieser Initiative“, erklärt Kinderdorfleiter Marek Zeliska und meint weiter: „Es entsteht eine Win-Win-Situation, durch die für alle Beteiligten ein Mehrwert generiert wird.“ Die Einsatzbereiche der Arbeitskräfte sind im Reinigungsdienst beziehungsweise als Gehilfe des Facility-Managers.

„Mit einem Partner wie dem SOS Kinderdorf, der gleich mehrere über 50-jährige neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, sind wir auf dem richtigen Weg“, Helene Sengstbratl

Horst Franz, stellvertretender Leiter des AMS Oberwart und Projektleiter, freut sich, dass mit der „Aktion 20.000“ mittlerweile 46 Personen wieder eine Arbeit gefunden haben. „Das Projekt gibt Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven und stärkt ihr Selbsthilfepotenzial“, so Franz.

Mit 1. Jänner 2018 soll die „Aktion 20.000“ auf das gesamte Burgenland ausgedehnt werden. Vonseiten der SPÖ kommt nun allerdings die Warnung, dass dieses Projekt unter einer türkis-blauen Bundesregierung in Gefahr sein könnte.

Die kolportierten Kürzungspläne der Koalitionsverhandler würden nicht nur die Hoffnungen von 700 Burgenländerinnen und Burgenländern zerschlagen – sie gäben auch einen bitteren Vorgeschmack auf die nächsten fünf Jahre: „Unter ÖVP-Chef Kurz droht eine Neuauflage der arbeitnehmerfeindlichen Politik der Schüssel-Regierung“, warnt Ex-SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich.