Aus für KLAR-Region. Nach den Unstimmigkeiten der letzten Monate wird das Projekt KLAR-Region nun vorzeitig beendet.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 14. November 2019 (06:33)
Mirjam Kayer
BVZ

Nach den Querelen rund um die Nichtanstellung eines Pinkafelders bei einem Projekt der KLAR-Region (die BVZ berichtete), steht diese nun vor dem Aus. Wie SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger bei der Gemeinderatssitzung auf Nachfrage von Grün-Gemeinderätin Mirjam Kayer mitteilte, wollen sich die Projektpartner „4ward Energy“, „Forschung Burgenland“ und die „TBH Ingenieur GmbH“ zurückziehen.

Die negativen Schlagzeilen der letzten Monate hätten sie, laut Rechberger dazu veranlasst. Ziel von KLAR war es, Schwerpunkt-Anpassungsmaßnahmen gegen Trockenheit in Zukunft umzusetzen, wobei auch andere Anpassungspotentiale mitbehandelt werden sollen. Damit sollte auch eine umfassende Bewusstseinsbildung in der einzigen KLAR-Region des Burgenlandes stattfinden.

Bevölkerung nicht mehr erreichbar

„Diese Ziele können nicht mehr umgesetzt werden, da man durch die Ereignisse der letzten Zeit die Bevölkerung nicht mehr erreicht“, sagt Rechberger und kritisiert den Umgang mit dem Thema und auch mit seiner Person in der Öffentlichkeit. Grüne und NEOS hätten negative Stimmung verbreitet, so Rechberger. Den Vorwurf, man hätte schuld am Projekt-Aus, weisen beide Parteien zurück. Man habe lediglich eine bedenkliche Vorgangsweise zur Sprache gebracht.

„Das Projekt ist nie wirklich in Gang gekommen. Vielleicht wäre es durch eine Zusammenarbeit mit BIP besser gelaufen“, meint Grün-Gemeinderätin Kayer, die nun als Ansprechpartnerin für alle Umwelt- und Klimaprojekte in der Gemeinde fungieren soll. ÖVP und NEOS stellen die Frage, ob der Gemeinde durch das vorzeitige Projekt-Aus ein finanzieller Schaden entsteht. Schließlich seien Fördergelder geflossen. Rechberger verweist auf den Abschlussbericht, der dem Gemeinderat in den nächsten Wochen vorgelegt werde.