Bad-Projekt liegt auf Eis. Das Allwetterbad war auch in der letzten Gemeinderatssitzung in Pinkafeld wieder Thema.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 17. Oktober 2019 (03:25)
Andrey Armyagov/Shutterstock.com
Symbolbild

Auf der Tagesordnung stand der Punkt „Planung und Ausschreibung der technischen und energetischen Sanierungsmaßnahmen“. SP-Bürgermeister Kurt Maczek und Vize Franz Rechberger berichteten, dass es hierzu bereits konkrete Pläne gebe. Man habe ein Gutachten erstellen lassen und auch über eine etwaige Finanzierung seien bereits Informationen eingeholt worden. Laut Maczek würden sich die Kosten auf rund drei Millionen Euro belaufen. Die anderen Parteien kritisierten aufs Schärfste, dass man erst drei Tage vor der Sitzung über diese Pläne informiert worden sei. Zudem sei eine Sanierung des Allwetterbades im mittelfristigen Finanzplan nicht berücksichtigt.

ÖVP fordert detailierte Projektplanung

„Bereits 2015 wurde von der ÖVP Pinkafeld die notwendige Sanierung und die finanzielle Unterstützung durch das Land Burgenland als Antrag im Gemeinderat eingebracht. Dieser wurde durch die SPÖ abgelehnt. Seither wurde der Gemeinderat nie mehr über Planungen der Sanierung und die damit verbundenen Kosten informiert“, sagt VP-Vizebürgermeister Andreas Stumpf. Die ÖVP Pinkafeld fordere nach wie vor eine detaillierte Projektplanung über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen inklusive eines Finanzierungsplanes und die verstärkte, verbindliche finanzielle Hilfe durch das Land Burgenland.

Einen Schritt weiter geht NEOS-Gemeinderat Eduard Posch, er fordert, dass seitens der Stadtgemeinde Gespräche mit dem Land Burgenland aufgenommen werden, um die Rolle des Landes als möglichen Miteigentümer oder gar Eigentümer des Pinkafelder Hallenbades auszuloten. SP-Stadträtin Brigitte Novosel will bei diesem Projekt nichts übereilen. „Wir sollten einmal den Bau des Feuerwehrhauses fertigstellen und uns dann unsere finanzielle Situation ansehen“, so Novosel. Der Punkt wurde vertagt.