Bio-Schnaps aus altem Brot

Erstellt am 18. November 2022 | 05:38
Lesezeit: 3 Min
Mit einem Bio-Brot-Brand geht die Familie Ringhofer aus Pinkafeld nachhaltige und neue Wege.
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Zwischen Biobrot, Gebäck und Süßem ist im Sortiment der Bio Bäckerei Ringhofer seit Kurzem auch ein Bio-Brot-Brand zu finden. Sein Name „Altes Brot“ ist Programm, in dem Getränk wird Restbrot verarbeitet. „In unserer Gedankenwelt dreht sich alles um das Thema „Bio“, der daraus reflektierten Nachhaltigkeit und dem Respekt vor hochwertigen und wertvollen Rohstoffen“, gibt Geschäftsführer Günter Ringhofer Einblick in die Unternehmensphilosophie.

Altes Brot, das nicht mehr für den Verkauf geeignet ist, einfach wegzuwerfen kommt für die Ringhofers somit nicht infrage. Nach einigen Überlegungen kam der Familie daher die Idee, das alte Brot zu Schnaps weiterzuverarbeiten. „Ich habe davon schon während meiner Ausbildung vor 25 Jahren in der Schweiz gehört“, erzählt Günter Ringhofer.

Ihn ließ die Idee für den Bio-Brot-Brand nicht mehr los, doch für die Umsetzung musste ein Experte im Bereich Schnaps brennen her. Diesen fand die Familie mit der Manufaktur Gölles, die ebenso wie die Bäckerei Ringhofer bio zertifiziert ist.

Wie aus altem Brot Bio Schnaps gebrannt wird

„Im ersten Schritt sammeln wir das Restbrot aus unserem eigenen Geschäft, lassen dieses trocknen und mahlen es anschließend zu Bio-Brotbröseln“, erklärt Günther Ringhofer. Danach werden die Brösel zur Manufaktur Gölles transportiert. Dort werden die feinen Bio-Brotbröseln mit Wasser und Hefe angemischt. Dadurch findet ein Gärungsprozess statt. Anschließend entsteht in mehreren Brennvorgängen aus dem Gemisch der „Bio-Brot-Brand.“ Nachdem dieser dann ein dreiviertel Jahr gereift ist, ist er fertig für den Verzehr.

„Im ersten Durchgang wurden jetzt aus 1000 Kilogramm Brotbröseln 580 Flaschen ‚Altes Brot‘ hergestellt“, erzählt Günter Ringhofer.

Sein Debüt feierte der Bio-Brot-Brand bei der Genussmesse in Oberwart Anfang November. „Die Rückmeldungen waren großartig“, freut sich Ringhofer.

Nach der geglückten Produkteinführung sind sich die Ringhofers bereits einig, aus dem Pilotprojekt soll eine langfristige Lösung werden, um das alte Brot zu verwerten.

Außerdem werde bereits an neuen Produkten mit altem Brot herumgetüftelt, verrät Günter Ringhofer abschließend.

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