Der Flugplatz bleibt. Der Antrag der NEOS, eine Volksbefragung über den Sportfliegerclub durchzuführen, stieß auf breite Ablehnung.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. April 2019 (04:12)
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Sportfliegerclub Pinkafeld

Die Ankündigung von NEOS-Gemeinderat Eduard Posch, eine Volksbefragung bezüglich einer Kündigung der Pachtverträge der Stadtgemeinde mit dem Sportfliegerclub durchführen zu wollen, ließ schon im Vorfeld der Gemeinderatssitzung, vor allem in den sozialen Medien, die Wogen hoch gehen. Viele Bürger sprachen sich schon dort für einen Verbleib des Vereins aus, der seit 1960 in Pinkafeld ansässig ist. In der Gemeinderatssitzung begründete Posch seinen Antrag mit den veränderten Gegebenheiten in der Stadt.

„1960 war Pinkafeld noch nicht so dicht besiedelt, die Flächenwidmung in der Stadt eine andere“, erklärte Posch. Auch die Flugbewegungen hätten mit den Jahren merklich zugenommen. „Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich durch den Fluglärm vor allem an den Wochenenden in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Zudem gibt es berechtigte Sorgen bezüglich der Sicherheit wegen Flugzeugabsturz oder Gefährdung durch Probleme mit dem Schleppseil“, so Posch.

„Ich hatte noch nie Angst, dass ein Flugzeug abstürzt und habe mich auch durch den Fluglärm noch nie belästigt gefühlt"

FPÖ-Gemeinderat Thomas Supper sieht hier weder eine Gefährdung der Sicherheit noch eine übermäßige Lärmbelästigung. Grün-Gemeinderat Michael Friedrich kann den Argumenten auch nichts abgewinnen: „Ich hatte noch nie Angst, dass ein Flugzeug abstürzt und habe mich auch durch den Fluglärm noch nie belästigt gefühlt. Natürlich kann immer und überall etwas passieren, aber ehrlich gesagt habe ich mehr Angst davor, die Wienerstraße zu überqueren als vor einem Flugzeugabsturz.“

Der ÖVP sei die Sachlage, was die Pachtverträge angeht, nicht klar genug, um darüber abzustimmen. SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger sagte dazu: „Gäbe es eine starke Gefährdung, hätte der Verein keine Betriebsgenehmigung bekommen. Ich wohne selbst in einem der Siedlungsgebiete, die überflogen werden, und konnte noch keinen erhöhten Fluglärm feststellen.“