Erinnerungskultur: Reinhard Ehrnhöfer veröffentlicht „Mord-Chronik“

Totschlag, Mord und ungelöste Fälle - Reinhard Ehrnhöfer veröffentlicht die erste „Mord-Chronik“ des Landes.

Erstellt am 12. Dezember 2021 | 05:53
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Autor Reinhard Ehrnhöfer
Die „Mord-Chronik“ ist das erste Buch, das der Autor Reinhard Ehrnhöfer veröffentlicht.
Foto: Nutz/shutterstock.com; jakkaje879

„Es soll ein Buch der Erinnerung werden“, beginnt Reinhard Ehrnhöfer, der Autor der ersten Mordchronik des Bundeslandes zu erzählen. Vor Jahren packte ihn das Interesse an alten Kriminalfällen in der Umgebung, und ließ ihn nie wieder los. „Ich grusel mich schon immer gerne“, schmunzelt Ehrnhöfer. Dieser entschloss sich schließlich, seine Nachforschungen rund um Mordfälle, Totschläger und ungelöste Fälle in einer Chronik zusammenzufassen.

Dazu sichtete er über 15.000 Dateien, sprach mit zahlreichen Zeitzeugen und arbeitete eng mit der Polizei und dem Landeskriminalamt zusammen. Bei der gesamten Recherche setzte Reinhard Ehrnhöfer auf eine „Doppelstrategie.“ „Ich habe zuerst alle Totenbücher transkribiert und die Angaben anschließend mit denen in den Gendarmerie Chroniken abgeglichen“, erzählt der Autor.

Kriminalgeschichte von 46 Gemeinden erforscht

Die erforschten Fälle ereigneten sich in insgesamt 46 Gemeinden, darunter Pinkafeld, Grafenschachen, Neustift an der Lafnitz und Bernstein. Weiters werden in dem Buch auch Fälle aus dem Wechsel- und Joglland sowie der Buckligen Welt thematisiert. Im ersten Band der Chronik beschäftigt sich der Heimatforscher mit Fällen, die sich von 1919 bis 1936 ereigneten.

Zwei weitere Chronikteile sollen laut dem Autor in den nächsten Jahren noch folgen. Veröffentlicht wird der erste Teil noch vor Weihnachten.