Flohmarkt für den guten Zweck. Claus Tiefengraber organisiert seit vielen Jahren Flohmärkte, mit denen er Familien in der Region tatkräftig unterstützt.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 24. Juli 2020 (06:11)
Claus Tiefengraber freut sich schon auf den ersten Flohmarkt im heurigen Jahr und hofft auf ganz viele Besucher.
Tiefengraber

Seit sechzehn Jahren ist der Flohmarkt von Claus Tiefengraber ein Fixpunkt im Kalender vieler Trödelfans. Von Schallplatten über Geschirr bis zu Werkzeug gibt es immer Einiges zu entdecken. Spaß beim Stöbern ist garantiert, doch der Grund, der zur Entstehung der beliebten Flohmärkte geführt hat, ist tragisch.

Mit großem Herz und viel Engagement

„Eine ehemalige Schulkollegin von mir ist damals plötzlich verstorben. Ihr Mann mit drei kleinen Kindern ist zurückgeblieben. Dafür wurden Spendenaufrufe gestartet“, erzählt der passionierte Flohmarktgänger mit dem großen Herz. Deshalb hatte er die Idee, bei sich zu Hause einen Trödelmarkt zu organisieren, dessen Erlös der Familie zugute kommen soll. Die Aktion wurde ein voller Erfolg. Viele Leute kamen und spendeten durch ihre Einkäufe.

So etablierte sich der „Flohmarkt für den guten Zweck“ und wird seither vier bis fünf Mal im Jahr abgehalten. Zwischen April und November verwandelt sich das Heim von Claus Tiefengraber in einen großen Marktstand. Freunde, Bekannte, Nachbarn und auch Fremde kommen das ganze Jahr über vorbei und bringen Waren, die der Flohmarktorganisator dann bei den Terminen den Besuchern anbietet. Durch das familiäre Flair haben sich auch viele Stammgäste „angesammelt“. „Die bringen auch schon mal eine Flasche Wein oder einen Langosteig mit“, lacht Tiefengraber. „Viele fragen auch schon im Feber nach den Terminen.“

Und obwohl es dabei immer gemütlich zugeht, können bis zu 200 Besucher an den zwei Markttagen vorbei kommen. „Deshalb hat in diesem Jahr noch kein Flohmarkt stattgefunden“, bedauert der Hobby-Trödelprofi. Aber am kommenden Wochenende ist es endlich so weit, es kann wieder fleißig gekauft und damit viel Gutes getan werden. Bei Kaffee und hausgemachten Mehlspeisen werden auch ganz gewiss wieder viele Gespräche geführt und neue Stammkunden gewonnen. Denn am Ende des Jahres freut sich sicher eine bedürftige Familie, das Rote Kreuz oder eine andere Organisation über die Spende, zu der jeder einzelne Besucher beigetragen hat.