Friedrich Moden sperrt zu. 1862 gegründet, schließt „Friedrich Moden“ nach 158 Jahren nun seine Pforten. Inhaberin Andrea Gottweis geht in den Ruhestand.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 20. Juni 2020 (06:19)
Inhaberin Andrea Gottweis (re.) geht in den Ruhestand. Bis 30. Juni hat „Friedrich Moden“ noch geöffnet.
Gottweis

Am 30. Juni geht eine Ära zu Ende - nach 158 Jahren schließt „Friedrich Moden“ in Pinkafeld seine Pforten. Eröffnet im Jahr 1862 von Sánsdor Putsch als „Geschäft für Tuch-, Manufactur- und Spezereiwaren“ ist es eines der ältesten Geschäfte in Pinkafeld. Das Warenangebot hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verändert - vom Gemischtwarenhandel mit Tankstelle, dem Verkauf von Jagdmunition bis hin zum Ausschank geistiger Getränke war alles mit dabei.

Textilien spielten aber immer eine große Rolle, vor allem da Pinkafeld im 18. und 19. Jahrhundert eine Hochburg der Tuchmacherei war. Seit 1900 trägt das Geschäft den Namen „Friedrich“, seit den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts lenkt die Familie Gottweis die Geschicke des Modefachgeschäfts. Seit 38 Jahren ist Andrea Gottweis im Betrieb tätig. Die ehemalige ÖVP-Landtagsabgeordnete sitzt als Stadträtin im Pinkafelder Gemeinderat und ist Spartenobfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Burgenland. Nach vielen Jahren in der Modewelt soll nun Schluss sein. „Die Schließung war schon länger geplant und hat nichts mit der Coronakrise zu tun“, erklärt Gottweis. In den nächsten Monaten werden die Räumlichkeiten umgebaut, Anfang nächsten Jahres wird dann die Firma „Komfortmed“ einziehen.

Das Ende einer Ära, Danke an die Kunden

„Eine Ära geht zu Ende. Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Kundinnen für die Treue, die sie uns über all die Jahre gehalten haben und freuen uns noch auf einen letzten Besuch bis zum 30. Juni um 18 Uhr, um noch ein Schnäppchen zu ergattern“, so Gottweis, die zwar in den Ruhestand geht, aber noch viel vor hat.