Gaumenschmaus mit Herzlichkeit im Kosthaus. In ihrem Kosthaus 1814 verwöhnt Anna Szemes ihre Gäste von Donnerstag bis Samstag mit geschmackvollen Spezialitäten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. August 2020 (05:07)

Seit 1814 schmückt ein gemütliches Bauernhaus das Zentrum Pinkafelds. Vor zwei Jahren machte Anna Szemes die idyllischen Räumlichkeiten zu ihrem Reich und begeistert ihre Gäste mit selbstgekochten Köstlichkeiten. Anfangs mit Heuriger am Mittwoch, war Szemes in Corona-Zeiten dazu gezwungen, ihr Konzept zu adaptieren und startete mit ihrem Liefer-Heuriger voll durch. Seit kurzem tischt sie Donnerstags, Freitags und Samstags ab 17 Uhr auf.

Je nach Lust und Laune findet man auf ihrer Karte, neben heißgeliebten Klassikern, jede Woche neue Speisen, welche die Pinkafelderin stets aus qualitativ hochwertigen, saisonalen und regionalen Produkten kreiert. Dabei bietet der hauseigene Wein die perfekte Ergänzung zu ihren kulinarischen Gerichten. Sowohl das Kosthaus 1814 als auch der Weinhof von ihrem Bruder Oscar Szemes versteht sich als Familienbetrieb, in dem sich jeder mit voller Leidenschaft seinen Aufgaben widmet.

Passionierte Gastfreundschaft

Was die Leute an Anna Szemes besonders schätzen: Sie verzaubert nicht nur mit Genuss, sondern vor allem mit Herzlichkeit. Im Kosthaus 1814 steht Gastfreundschaft an oberster Stelle. In ihrer offenen Küche steht es der 35-jährige ständig frei, sich auch während der Arbeit mit ihren Gästen auszutauschen.

„In meiner Küche stehe ich quasi ständig im Kundenkontakt. Die Grenzen zwischen uns und den Gästen verschwimmen. Es kommt schon auch mal vor, dass jemand kommt und mal umrührt. Bei mir soll‘s einfach lässig und ungezwungen sein“, lacht Szemes. Wertschätzung ist bei Anna Szemes von großer Bedeutung. Das fällt nicht nur im gemeinsamen Gespräch auf, sondern auch bei ihren liebevollen, handgeschriebenen „Kompliment-Taferln“, die einem in verschiedenen Ecken und Kanten des Kosthaus 1814 unterkommen. „Selber Wohlfühlen durch meine Gäste – das ist was mir Freude bereitet“, meint die junge Gastronomin. Gewiss ist im Pinkafelder Kosthaus 1814 ein gemütliches Zusammenkommen garantiert.

Über Berlin zurück nach Pinkafeld

Bisher begeisterte sie nicht nur in Pinkafeld. Mit 23 Jahren zog es die Südburgenländerin nach Berlin, wo sie zunächst in der Restaurantleitung startete und sich schließlich in die Selbstständigkeit wagte.

Mit „Selfmade-Schinken“ und anderen ausgefallenen österreichischen Spezialitäten begeisterte Szemes im „Habe die Ehre“ ihre Berliner Gäste. „Die Berliner lieben die Österreicher. Sie sagen, immer wenn sie in einem österreichischen Lokal essen, fühlen sie sich wie im Urlaub“, schmunzelt Szemes.

An die dort gesammelten Eindrücke erinnert sie sich heute gerne zurück: „Die Stadt ist so jung, spontan und schnelllebig. Und alles ist sehr international.“ Schlussendlich kehrte sie nach neun Jahren Berlin, aus Liebe zu ihrer Familie und der ländlichen Ruhe, wieder heim nach Pinkafeld. Heute verwirklicht sie sich im Kosthaus 1814 selbst und bietet sowohl Genuss als auch Lebensfreude.