Jugendliche missbrauchen Schlosspark als Partylocation

Jugendliche missbrauchen den Schlosspark als Partylocation und hinterlassen oft Chaos und Müll. Dem will man in der Stadtgemeinde nun entgegenwirken.

Eva-Maria Leeb
Eva-Maria Leeb Erstellt am 26. Juli 2019 | 03:22
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Am Spielplatz im Schlosspark feiern Jugendliche oft bis in die späten Abend- und Nachtstunden und hinterlassen ein Chaos.
Foto: Leeb

Die Situation im Schlosspark sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Nun sollen Maßnahmen dem Problem entgegenwirken. „Es soll ein Alkoholverbot im Schlosspark und auf öffentlichen Spielplätzen der Stadtgemeinde in Betracht gezogen und geprüft werden, ob durch Verordnung ein solches Verbot gemäß den Bestimmungen des Burgenländischen Landessicherheitsgesetzes festgelegt werden kann“, erklärt FPÖ-Gemeinderat Thomas Supper.

„Tatsache ist, dass wir uns dieses Problems annehmen müssen"

Auch SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger spricht von einer angespannten Situation. „Lärmbelästigung, Verschmutzung des Geländes und öffentlicher Alkoholkonsum sind die Vergehen“, so Rechberger. Zur Zeit würde man mehrere Optionen, die zur Deeskalierung beitragen sollen, diskutieren. Ein öffentliches Alkoholverbot sei eine davon.

„Tatsache ist, dass wir uns dieses Problems annehmen müssen. Naherholungsgebiete müssen für die Menschen, wie der Name schon sagt, ein Gebiet zur Erholung und Freizeitgestaltung bleiben“, so der Vizebürgermeister.

Nichts von Verboten hält Grün-Gemeinderätin Mirjam Kayer: „Anstatt richtige präventive Maßnahmen zu setzen wird hier auf ein Verbot zurückgegriffen, was meiner Meinung nach nicht zielführend ist. Für mich wird dadurch nur das Problem verlagert. Ich spreche mich daher für Streetworker aus, somit kann das Problem präventiv angegriffen werden und bringt allgemein für die Stadtgemeinde Pinkafeld einen deutlichen Mehrwert.“

NEOS-Gemeinderat Eduard Posch sagt: „Es ist gut, wenn beim Thema Schlosspark Bewegung reinkommt. Es braucht Maßnahmen, damit sich alle – Kinder, Jugendliche und Senioren – im Park wohl und sicher fühlen. Verbote können aus unserer Sicht aber nur Teil eines Maßnahmenbündels sein. Der Ort muss attraktiviert und belebt werden.“

Maßnahmen mit der Exekutive besprochen

VP-Vizebürgermeister Andreas Stumpf will bis zur nächsten Gemeinderatssitzung ein Konzept in Rücksprache mit den Exekutivbeamten vorlegen, das weit über ein Alkoholverbot hinausgeht: „Es geht um eine offizielle Verordnung der Stadtgemeinde mit klaren Regeln und Pflichten zum Allgemeinwohl der Bevölkerung an öffentlichen Plätzen, Parkordnungen als sichtbare Zeichen und auch Maßnahmen bei Fehlverhalten. Hier gibt es schon länger Handlungsbedarf, welcher von uns jetzt konstruktiv abgedeckt wird.“