Konsens prägte Gemeinderats-Sitzung. Einstimmige Beschlüsse für Co-Working-Space und mehr Bürgerbeteiligung, Standort für zweiten Kindergarten weiterhin ungewiss.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 03. Oktober 2020 (07:14)
Künftig sitzen nur noch 36 statt 37 Mandatare im Gemeinderat, ein Sitz bleibt leer.
Shutterstock/Denis Kuvaev

Ein großes Arbeitspensum mit 29 Tagesordnungspunkten wartete vergangene Woche auf die Gemeinderäte. Ein Diskussionsthema war der Standort für den geplanten zweiten Kindergarten. Zwei Plätze stehen dabei im Mittelpunkt der Gespräche, einer davon liegt im Gewerbegebiet in der Mediastraße, der andere im Bereich der Mittelschule.

Kindergarten: Standort ist weiter unklar

Bürgermeister Kurt Maczek (SPÖ) will zwei Plätze für den neuen Kindergarten prüfen lassen
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Die Neos sehen beide Standorte nicht als ideal an und schlugen im Rahmen der Sitzung vor, weitere Optionen unter den Bedingungen eines Grundstückstausches zu prüfen. Bürgermeister Kurt Maczek dazu: „Wir werden verschiedene Meinungen, angefangen von Elternvertretern über Fachleute bis zu den Pädagoginnen, in diese Entscheidung miteinbeziehen.“ Auch der Vorschlag von den Neos soll berücksichtig werden.

Co-Working-Space wird eingerichtet

Ein weiterer Tagesordnungspunkt wurde von den Neos eingebracht, demnach soll der Aufbau und die Errichtung eines Co-Working-Space in Pinkafeld initiiert werden.

Eduard Posch (Neos) möchte mit dem Co-Working-Space zum Vorreiter werden
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Gemeinderat Eduard Posch von den Neos erklärt dazu: „Bei Co-Working-Spaces handelt es sich um Räumlichkeiten, in denen gegen Entgelt Arbeitsplätze flexibel angemietet werden können.“ Er sieht dabei viele Vorteile für die Stadtgemeinde: „Eine Vision könnte sein: `Pinkafeld ist die Nummer 1 beim Co-Working im Burgenland´.“ Dieser Antrag der Neos wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

Die Grünen brachten einen Antrag zur „Partizipation der Bevölkerung und nachhaltiges Handeln bei Umwidmungen“ ein. Gemeinderätin Mirjam Kayer: „Es soll Informationsveranstaltungen für BürgerInnen im Vorfeld von Bauprojekten geben, damit sie wissen, was passiert und ihre Anliegen und Bedenken dazu äußern können.“ Auch dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Neue Leiterin für Kindergarten bestellt

Mirjam Kayer (Grüne) wünscht sich Informationsveranstaltungen für Bürger im Vorfeld von Bauprojekten
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Nach Ablauf der Ausschreibund und einem Objektivierungsverfahren wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung Stefanie Hofer zur neuen Kindergartenleiterin des städtischen Kindergartens ernannt.