Neuer FH-Campus ist im Entstehen. Das Architekturbüro „Pichler & Traupmann“ stellte seine Pläne für den Um- und Ausbau des FH-Campus Pinkafeld vor.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 12. Februar 2020 (04:11)
Am neuen FH-Campus werden, laut Architekt Traupmann, ausgehend von einem Grundmodul, die Baukörper und Freiräume als ein klassisches System aus abwechselnd grünen Höfen und Baumassen angelegt.
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„Mensch & Natur“ treffen „Wissenschaft & Forschung“ – unter diesem Leitgedanken steht das Investitionsprogramm in den Fachhochschul-Standort Pinkafeld. Insgesamt werden in den nächsten Jahren 27,4 Millionen Euro in den Um- und Ausbau investiert. Nach der Präsentation der Pläne für das „LowErgetikum“ wurde nun das Projekt des Architekturbüros „Pichler & Traupmann“ für den Neu- und Umbau des Campus vorgestellt. „Was wir über dieses Vorhaben investieren, stellt einen weiteren, starken Impuls für das gesamte Südburgenland dar“, erklärt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Leuchtturm-Projekt für die Region

Der Neu- und Ausbau des FH Campus Pinkafeld sei ein echtes „Leuchtturm-Projekt“ in der Region. Bürgermeister Kurt Maczek sagt: „Der Ausbau wird die Positionierung von Pinkafeld als ‚innovativsten Platz im Burgenland‘ weiter festigen.“ Eines der Erfolgsgeheimnisse bisher sei das Zusammenwirken von hochqualitativer Ausbildung in der HTL, den anwendungsorientierten Studienrichtungen in der Fachhochschule und den Forschungseinheiten gewesen. „Das ist ein hochattraktives Biotop für Unternehmen“ so Maczek.

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FH-Geschäftsführer Georg Pehm spricht von einer „immens wichtigen Entscheidung“ für die Zukunft der Hochschule. „Studieren, forschen und arbeiten in Pinkafeld wird jedenfalls noch spannender, noch vielfältiger, noch attraktiver“, so Pehm.

Architekt Johann Traupmann setzt in seinem Entwurf auf kleingliedrige Strukturen, „sie schaffen spielerische Leichtigkeit in der Ausbildung und Anordnung der Bauvolumen, erzeugen qualitätsvolle Freiräume, generieren erkennbare und überschaubare Einheiten und vermitteln ein gleichgewichtiges Zusammenspiel aller Funktionen zu einem größeren Ganzen.“ Die besonderen Eigenschaften dieses Baukastensystems und der Modularität würden vor allem in der Flexibilität, Anpassbarkeit, Schaltbarkeit und Phasenkompatibilität des Projektes, auch im Hinblick auf eine zeitlich gestaffelte Abwicklung liegen, sagt Traupmann.

Aus seiner Sicht soll der Campus „ein Ort der wechselweisen Durchwirkung sein – von offenen und geschlossenen Räumen, von Menschen und Gebautem, von Masse und Freiraum“. Damit werde ein Feld der Möglichkeiten und des Austauschs erzeugt, ein System einer anpassbaren, sich je auf neue Anforderungen einstellenden Struktur: „Es ist eine smarte Lösung für eine smarte Organisation.“

Das gesamte Projekt wird von der BELIG geplant und realisiert. Die erste Bauphase soll bis Sommer 2022 abgeschlossen werden.